© Foto: Bundespolizei

Mann schlägt Frau auf S-Bahnsteig zusammen – Passanten schauen zu

Am S-Bahnhof Unterpfaffenhofen schlug und trat ein Mann unter Alkohol- und Drogeneinfluss am Sonntag (26.05.) mehrfach auf eine junge Frau ein. Umstehende Passanten beobachteten das Geschehen, ohne etwas zu unternehmen. Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie unterlassener Hilfeleistung.

 

Gegen 19.30 Uhr wurde das 25-jährige Opfer von einem 33-jährigen Mann in der S-Bahn bereits vulgär und herablassend angesprochen. Als diese bei der Station Unterpfaffenhofen den Zug verließ, folgte ihr der Täter. Bei den Bahntreppen  holte er die junge Frau ein, spuckte ihr vor die Füße und schlug ihr mit der rechten Hand ins Gesicht. Die Betroffene verlor durch den Schlag das Gleichgewicht und stürzte die Treppe hinunter. Der 33-Jährige rannte hinterher und begann, am Hals- und im Brustbereich auf die Frau einzutreten. Gleichzeitig beobachteten mehrere Passanten das Geschehen am stark frequentierten Eingang der Bahnstation, unternahmen jedoch nichts.

 

Der Angreifer setzte sich daraufhin auf die Frau und es kam zu einem Gerangel. Der stark kurzsichtige Mann verlor dabei zum Vorteil des Opfers seine Brille, sowie eine leere Bierflasche, die er zuvor mit sich trug. Als die 25-Jährige versuchte, sich mit der leeren Flasche zu verteidigen, forderten sie die umstehenden Passanten zur Mäßigung auf. Die Frau schmiss die Bierflasche dann gegen eine Betonwand, daraufhin flüchtete der Täter.

 

Eine Streife der Germeringer Polizei konnte den Mann durch Zeugen-Anrufe noch rechtzeitig aufspüren und in der Otto-Wagner-Straße festnehmen.
Der Angreifer wird am Dienstag, den 28.05., dem Ermittlungsrichter wegen des Verdachtes auf gefährliche Körperverletzung vorgeführt.

 

Ein weiteres Ermittlungsverfahren wurde wegen unterlassener Hilfeleistung gegen einen 50-jährigen Mann eingeleitet. Dieser verweigerte die Bitte der Frau, als Zeuge gegen den Täter zur Verfügung zu stehen, da er „mit der Sache“ nichts zu tun haben wolle und jetzt heim müsse (gem. Aussagen der Polizei).

P.G.