Mann soll Lebensgefährtin brutal ermordet haben – Prozess hat begonnen

Er soll seine Lebensgefährtin ermordet haben, weil sie sich von ihm trennen wollte: Seit Montag muss sich ein 28 Jahre alter Bauarbeiter vor dem Landgericht München I verantworten. Der Mann und die Frau, beide aus Polen, lebten gemeinsam in München.

 

Als sie ihm Anfang Februar 2017 eröffnete, ihn verlassen und nach Polen zurückkehren zu wollen, soll er sie mit Faustschlägen geprügelt haben. Weil er die Tür verschlossen hatte, konnte sie nicht fliehen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, anschließend so heftig auf seine Lebensgefährtin eingestochen zu haben, dass das Messer abbrach und im Rücken des Opfers stecken blieb. Anschließend soll er ihren Kopf mehrfach mit voller Kraft gegen die Wand geschlagen haben. Laut Anklage stellte er sich dann auf den Hals der Frau, bis sie sich nicht mehr bewegte.

 

Andere Hausbewohner wurden durch die Schreie des Opfers aufmerksam und riefen die Polizei. Der Angeklagte entkam zunächst durch ein Kellerfenster, wurde aber am Folgetag gefasst und kam in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim. Die Frau erlag ihren Verletzungen noch am selben Tag.

 

Neben dem Vorwurf des Mordes muss der Mann sich auch für die Beleidigung eines Gefängnisbeamten verantworten: Er solle sich nicht wie Hitler verhalten, soll er dem Beamten gesagt haben. Erklärungen des Angeklagten und Aussagen von Zeugen werden für den zweiten Verhandlungstag am Donnerstag erwartet. Für den Prozess sind acht Tage angesetzt.

 

dpa