In diesem Hinterhof wurde ein 36-Jähriger von Jugendlichen attackiert., © In diesem Hinterhof wurde der Mann von einem Anwohner gefunden.

39-Jähriger von Jugendlichen verprügelt

UPDATE: Nach umfassenden Ermittlungen wurden die Jugendlichen gefunden und verhört. Dadurch ergab sich ein neuer Sachverhalt. 

 

Alle Informationen zum neuen Ermittlungsstand erhalten Sie hier.

 

 

 

Nachdem er am Freitagabend (08.07.2016) mit der Buslinie 171 an der Haltestelle in der Heidemannstraße/Ecke Werner-Egk-Bogen angekommen war, machte sich ein 39 Jahre alter Lagerist gegen 22.45 Uhr auf den Heimweg. Dabei bemerkte er eine Gruppe Jugendlicher, die anscheinend eine Gruppe mutmaßlicher Asylbewerber aus Afrika, darunter zwei Frauen, anpöbelten. Der 39-Jährige beschloss zu schlichten und forderte die Jugendlichen dazu auf, aufzuhören.

 

Anscheinend schien sich die Situation friedlich lösen zu lassen, denn die Jugendlichen entfernten sich. Als der Lagerist allerdings seinen Heimweg fortsetzte, fiel ihm auf, dass einer der Jugendlichen nun neben ihm war. Dieser entriss ihm die Aktentasche und rannte davon. Der 39-Jährige verfolgte ihn in einen Hinterhof, wo er seine Tasche wieder an sich nehmen konnte.

 

Allerdings kamen dann auch die übrigen drei oder vier Jugendlichen dazu und attackierten den 39-Jährigen gemeinsam. Dieser kann sich nur noch daran erinnern, dass er mit einer Holzlatte niedergeschlagen wurde. Aufgrund der vielen Fußtritte, die der dann am Boden liegende 39-Jährige versetzt bekam, verlor dieser das Bewusstsein.

 

Ein Anwohner, der wegen der Geräusche das Geschehen bemerkte, informierte die Polizei. Er ist jedoch kein Augenzeuge. Als die Polizei eintraf, war nur noch der schwer verletzte Lagerist neben dem Anwohner zu finden. Die schweren Gesichtsverletzungen des 39-jährigen Mannes mussten in einem Krankenhaus operiert werden. Er erlitt mehrere Brüche und wäre fast erblindet.

 

Das Kriminalfachdezernat 4, zuständig für Staatsschutzdelikte, hat jetzt begonnen, gegen die vier unbekannten Täter wegen schwerer Körperverletzung zu ermitteln. Auch die angepöbelten Männer und Frauen, vermutlich Asylbewerber aus Afrika, sind bis jetzt noch nicht bekannt. Laut Polizei befindet sich eine Asylbewerberunterkunft in direkter Nähe zum Tatort. Allerdings gestalten sich die Ermittlungen auf Grund der Sprachbarrieren und der Vielzahl der Bewohner nicht gerade einfach.

 

Mittlerweile konnte der 39-Jährige vernommen werden und die Polizei konnte Täterbeschreibungen verfassen. Bei der Suche nach den Jugendlichen bittet sie Polizei jetzt um Mithilfe.

 

Gleichzeitig kämpft in München ein weiteres Opfer einer Schlägerei um sein Leben. Mehr dazu können Sie hier lesen.

 

Polizei/jl