Spielzeugmuseum altes Rathaus am Marienplatz München, © Blick auf das alte Rathaus am Marienplatz - Foto:  Dirk Schiff/Portraitiert.de

Mann zündet sich selbst auf dem Marienplatz an

Vergangene Nacht kam es auf dem Münchner Marienplatz zu einer schockierenden Tat. Ein Mann zündete sich mitten auf dem Platz selbst an und starb später an den Folgen seiner Verbrennungen. Sein Motiv ist noch unklar.

 

 

Eine sehr schockierende Nachricht übermittelte am Freitagvormittag die Münchner Polizei und Feuerwehr: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (19.05.17) übergoss sich ein 54-jähriger Münchner, gegen drei Uhr in der Früh, auf dem Marienplatz in München mit Benzin und zündete sich im Anschluss selbst an.

 

Der Mann solle nach jetzigem Ermittlungsstand mit seinem PKW mitten auf den Marienplatz neben die Mariensäule gefahren sein und sich in Brand gesetzt haben. Dort sahen ihn zufällig vorbeikommende Passanten brennend am Boden liegen. Ihnen gelang es, den Mann zu löschen und den Notarzt zu rufen.

 

Wie die Polizei berichtet, wurde der Mann in ein Münchner Klinikum gebracht, wo er allerdings nach etwa einer Stunde seinen Verletzungen erlag. Warum es den Mann zu dieser Tat trieb, ist noch unklar. Auf seinem Auto hatte er mit einem Filzstift mehrere mysteriöse Texte geschmiert.

 

Die Parolen im Wortlaut:

„Amri ist erst die Spitze des Eisbergs“

„Nie wieder Krieg aus Deutschland“

„Nie wieder Krieg von deutschem Boden“

 

Anis Amri hatte das islamistische Attentat mit zwölf Toten auf dem Berliner Weihnachtsmarkt verübt. Dennoch will die Polizei derzeit nicht von einem politischen Hintergrund der Selbstverbrennung sprechen. «Die Kollegen ermitteln in alle Richtungen», betonte die Sprecherin. Über das Motiv könne momentan keine Aussage getroffen werden. Sicher sei nur, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden könne.

 

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an.

 

dpa/fb