marihuana camp am stachus münchen, © Hier die Befürworter der Marihuana-Legalisierung bei einer Aktion am Stachus.

Marihuana-Legalisierung in Bayern: Über 30.000 Unterschriften

München – Die Organisatoren des geplanten Volksbegehrens für eine Freigabe von Haschisch in Bayern sind kurz vor dem Ziel: Bislang sind über 30 000 Unterschriften gesammelt, wie Sprecher Josef König auf Anfrage mitteilte.

 

Notwendig zur Einreichung eines Volksbegehrens sind nur 25 000, doch erfahrungsgemäß ist bei Volksbegehren etwa ein Fünftel der Unterschriften ungültig. Deshalb hat sich die Initiative „Ja zu Cannabis“ gut 33 000 Unterschriften zum Ziel gesetzt, um ganz sicher zu gehen.

 

Für den 11. September ist eine Demonstration in München geplant, Initiator Vaclav Wenzel Cerveny hofft auf bis zu 3000 Teilnehmer. Cerveny betreibt in München einen Laden mit legalen Hanfprodukten. Er will mit dem Volksbegehren ein bayerisches Hanfgesetz durchsetzen, das den Konsum von Haschisch und Marihuana in Bayern legalisiert.

 

Rechtlich hat das Volksbegehren allerdings ein Föderalismusproblem: Das Betäubungsmittelgesetz ist ein Bundesgesetz, und Bundesrecht bricht Landesrecht. Volksbegehren sind im Freistaat jedoch nur zu bayerischen Landesgesetzen möglich. Insofern werden die Juristen des Innenministeriums nach der Übergabe der Unterschriften prüfen müssen, ob ein bayerisches Hanfgesetz überhaupt möglich wäre. Politisch ist die Staatsregierung ohnehin strikt gegen eine Freigabe.

 

Auch im Münchner Rathaus Befürworter

 

Auch in München hatten sich bereits einige Politiker für eine Legalisierung von Marihuana ausgesprochen. Die FDP im Münchner Stadtrat fordert die kontrollierte Legalisierung von Haschisch und Marihuana. Andreas Keck, der Chef der Freien Demokraten im Rathaus kann sich sogar eine freien Verkauf von Cannabisprodukten vorstellen, wie er uns im Interview sagte:

 

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Im Münchner Landtag: Grüne fordern Freiheit für Bayerns Kiffer

Volksbegehren zur Haschisch-Freigabe geht in heiße Phase

Jeder zehnte Jugendliche hat schon mal gekifft

Marihuana sichergestellt: Die größten Funde der Region in Bildern

dpa/lby/pm

  • HM420

    Hätte und würde nur zu gerne mit meiner Stimme einen Beitrag leisten, jedoch komme ich aber leider ( bzw. zum Glück 😉 ) nicht aus Bayern.
    Dennoch wünsche Ich ihnen aber für ihr Vorhaben natürlich viel Erfolg und hoffe das ihre Aktion es vermag etwas zu bewegen und im besten Falle zu einem Wendepunkt der deutschen Hanfpolitik werden kann !!
    MfG ……

  • sara.n

    Dass Cannabis über kurz oder lang auch in Deutschland legalisiert werden wird – hoffentlich mit einem sinnvolleren Konzept als in den Niederlanden – da bin ich mir sicher. Auch, dass die CSU das bis zuletzt wird verhindern wollen. In Bayern darf man betrunken einen Menschen totfahren und trotzdem Verkehrsminister werden. Aber Kiffer müssen kriminell bleiben und weiter verfolgt werden. Ich kenne zwei regelmäßige Konsumenten von Cannabis, einen Lehrer und einen Beamten, die sich nicht trauten, bei der Unterschriftenaktion mitzumachen.

    Ein Innenminister wie Herr Hermann sollte tatsächlich mal erklären, warum er unbedingt einen tatsächlich kriminellen Schwarzmarkt und deren Geschäft schützen will. Das Verbot funktioniert nicht und ist vor allem nicht plausibel zu begründen.

    Der Treppenwitz der Geschichte ist, dass jetzt gerade in den USA, dem „Erfinder“ des Cannabis-Verbots, eine Welle der Legalisierung startet. Mit durchaus positiven Folgen, wie Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen.

    Die CSU ist da eher noch auf dem Stand von 1972, aber das ist beim Thema Homosexualität ja ähnlich…

  • Vaclav Wenzel Cerveny

    noch unterschreiben, auf http://www.ja-zu-cannabis.de Listen runterladen