Massive IT-Probleme am Oskar-von-Miller-Gymnasium: Unterricht kaum möglich

Seit 4 Wochen (Stand: 16.10.) kann das Oskar-von-Miller-Gymnasium seine Schüler nur schlecht, in manchen Räumen sogar gar nicht, unterrichten. Schuld ist ein nahezu vollständiges Versagen des neuen IT-Konzeptes, mit dem Schüler zukünftig unterrichtet werden sollen.

 

Es ist der 16.10.2018, als die CSU-Fraktion des Stadtrates nach etlichen Versuchen der Schule nun sogar eine Anfrage an Oberbürgermeister Dieter Reiter stellt. Denn die nicht funktionierende IT, welche inzwischen die meisten Kreidetafeln und „Overheadprojektoren“ aus Schulen verbannt hat, lässt den Schulunterricht fast stillstehen.

 

Gründe für den Ausfall

In einem mehrseitigen Brief, der unserer Redaktion vorliegt, hatte sich der Schulleiter des Gymnasiums, Peter Schwartze, bereits an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter gewandt. Darin werden neben der mangelnden Kenntnis im Umgang mit den neuen Lernmaterialien, verschiedenste technische Mängel aufgezählt, die den Unterricht für die Lehrerschaft massiv beeinträchtigt. Darunter: 

  1. Whiteboards (Ersatz für Tafeln) wurden technisch nicht abgenommen, und sind darum meist nicht steuerbar
  2. Digitale schwarze Bretter kamen nie an (diese sollten Auskunft über Stundenpläne geben)
  3. Dokumentenkameras (Ersatz für Projektoren) wurden zu einem großen Teil defekt angeliefert
  4. Netzwerk der Lehrkräfte wurde nicht eingerichtet, Lehrer können deswegen keine Dokumente drucken

 

Warum das Problem bis jetzt nicht gelöst wurde
  1. Für die Einrichtung der Hardware gibt es kein professionelles oder geschultes Personal an der Schule. Aktuell gibt es nur einen städtischen Angestellten, der für die Installation der Geräte eingesetzt wird. Durch das hohe Aufgabenspektrum kann dieser jedoch nur sehr selten vor Ort sein.
  2. Münchens IT-Dienstleister IT@M reagiert nicht oder nur unzureichend auf das Hilfeersuchen der Schule. Auf Nachfragen werden zum Teil falsche Antworten gegeben. Zudem dauert es meist Stunden, bis man zum Dienstleister einen telefonischen Kontakt herstellen kann.
Was die CSU-Fraktion im Stadtrat München nun von Dieter Reiter wissen möchte:
  1. Wer ist für das IT-Konzept im Interimsbau des Oskar-von-Miller-Gymnasiums verantwortlich und zuständig?
  2. Warum wurden in den Klassenzimmern keine Tafeln montiert?
  3. War den zuständigen Stellen zu Schulbeginn bekannt, dass das System nicht funktioniert, bzw. ständige Mängel aufweist?
  4. Warum wurden die ständigen Beschwerden der Schulleitung nicht ernst genommen?
  5. Haben die zuständigen städtischen Stellen jetzt die Ursachen für die ständigen Ausfälle der IT identifiziert?
  6. Bis wann ist damit zu rechnen, dass endlich wieder ein geregelter Unterricht stattfinden kann?
  7. Wird jetzt endlich auf die Sorgen der Schulleitung und Lehrer des Oskar-von-MillerGymnasium eingegangen und nicht nur mit wortreichen Beschwichtigungen reagiert?

pg