Club der Köchinnen: Ruth Melcer und Ellen Presser

Lachtige Koteletten

 

Zutaten für 6-8 Personen

 

1 kg gemischtes Fleisch: Rind- und Kalbfleisch, Hähnchenfilet

3–4 Scheiben weißes Toastbrot oder 2altbackene Semmeln

2 Eier

2 Knoblauchzehen, durchgepresst

Salz, Pfeffer

Pflanzenöl

Zur Verfeinerung: 1 große Zwiebel

 

Das Fleisch sollte nicht zu mager sein. Alle Fleischsorten durch einen Fleischwolf drehen. Toastbrotscheiben oder Semmeln in Wasser einweichen, abgießen, ausdrücken und mit dem Fleisch in einer Schüssel (oder Küchenmaschine) durchmischen. Die rohen Eier und die fein zerdrückten Knoblauchzehen dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Masse zu Hamburgern formen – die je nach Region auch Buletten oder Pflanzerl genannt werden – und in heißem Öl ausbacken.

Ein Tipp: 1 große, fein gehackte Zwiebel in wenig Öl anbraten, und in die rohe Hackfleischmasse geben.

 

Bevor Germanisten und Gourmets jetzt auf eine kulinarische Barrikade steigen, der Name dieses Hauptgerichts ist einfach zu erklären. Im Deutschen ist der Plural von Kotelett laut Duden Koteletts, nicht zu verwechseln mit Koteletten, die manches männliche Gesicht umrahmen. Aber bei unserem Rezept ist von einer polnisch-jiddischen Sprachmixtur auszugehen: im Polnischen heißt eine Bulette „kotlet mielony“, also wörtlich ‚gemahlenes Kotelett‘.

 

Meerrettich weiß

 

1 Stange Meerrettich, frisch und fest

Zitronensaft von 3–4 Zitronen

4–5 gehäufte EL Zucker

 

Den Meerrettich sorgfältig schälen, kurz in kaltes Wasser legen, anschließend mit der Küchenmaschine ganz fein reiben. Oder mit der Hand – und weinen.

Mit Zitronensaft und Zucker verrühren.

Eventuell mit 1 – 2 TL kaltem Wasser verdünnen.

Meerrettich sollte süß und scharf sein!

 

Meerrettich rot

 

1 Stange Meerrettich, frisch und fest

1 große oder 2 kleine gekochte rote Rübe/n (rote Bete)

Saft von 2 – 3 Zitronen

2 EL Zucker

 

Zubereitung wie beim weißen Meerrettich, nur entfällt das kalte Wasser, weil die gekochte rote Rübe ebenfalls fein gerieben wird und die Schärfe des Meerrettichs mildert..

 

 

Süßes Kraut

 

1 großer Weißkrautkopf

1 Tomate, geschält und gewürfelt

1 säuerlicher Apfel, geschält und gewürfelt

1 Handvoll Rosinen

Wasser

50 ml Obstessig

Salz

Paprikapulver

2 EL Zucker

1–2 EL Mehl

2 EL Margarine

 

Den Weißkrautkopf putzen, waschen und hobeln. Mit kochendem Wasser übergießen, einige Minuten stehen lassen, dann abgießen.

In einem großen Topf ein wenig Margarine erhitzen, das Kraut dazu geben, kurz anschmoren, und mit 600 bis 800 ml Wasser ablöschen.

Tomate, Apfel, Rosinen, Salz, Paprikapulver, Obstessig und gute 2 EL Zucker dazugeben. Das Ganze mindestens eine Stunde köcheln lassen, besser sogar zwei Stunden.

Zum Schluss ein wenig Margarine in eine Pfanne geben, das Mehl darin kurz hellgelb anrösten, bei geringer Hitze unter Rühren weiter zu einer Mehlschwitze verarbeiten, bis das Mehl vollkommen aufgelöst ist, und diese in das Kraut geben.

Das Kraut sollte sowohl sauer als auch süß sein, also muss man immer wieder ein wenig Essig und Zucker unterrühren. Im behutsamen Abschmecken liegt der Erfolg.

 

Süßes Kraut ist als Beilage zu Geflügel und Gebratenem bestens geeignet.