Die Situation der Kosovo-Flüchtlinge in München

Marodes Sozialsystem, Korruption und eine Arbeitslosenquote jenseits der 30 Prozent. Der Kosovo zählt zu den ärmsten Ländern Europas und hat sich noch längst nicht vom Krieg in den 90er jahren erholt. Seit Jahresbeginn kehrten bereits mehr als 20.000 Kosovaren ihrer Heimat den Rücken. Die meisten von ihnen kamen nach Deutschland – Häufig illegal und durch sogenannte Schleuser-Banden.
Da der Kosovo als sicheres Drittland eingestuft wird, werden Asylanträge seit Mitte Februar fast ausnahmslos im Schnellverfahren abgelehnt.
In der Flüchtlingsunterkunft an der Messe München, die Anfang Januar für etwa 250 Menschen errichtet wurde, leben ausschließlich Kosovaren und Albaner.
Maximilian Kettenbach hat sich dort umgehört und fasst die Problematik zusammen.