Starnberger See, © Symbolfoto

Mehrere Badeunfälle – Ein Todesfall am Fasaneriesee

Am Donnerstag ereigneten sich gleich mehrere Badeunfälle. Ein Badeunfall im Fasaneriesee endete tödlich. Zwei Unfälle im Starnberger See konnten verhindert werden. Ein Mann verletzte sich beim Sprung ins Wasser am Kopf, eine weitere Frau musste von Zeugen aus dem Wasser gezogen werden.

 

Tödlicher Unfall am Fasaneriesee

Durch Badegäste wurde am Donnerstag am Fasaneriesee gegen 13:20 Uhr eine leblose umhertreibende Person gefunden. Die Zeugen alarmierten sofort die Polizei. Nachdem die Beamten der Polizeiinspektion 43 (Olympiapark) eingetroffen waren, begaben sie sich ins Wasser. Sie bargen die, wie sich später herausstellen sollte, 73 Jahre alte Frau aus der Mitte des Sees. Eine Luftmatratze eines Badegastes wurde für die Aktion zur Hilfe genommen. Am Ufer wurde die Frau dem eingetroffenen Notarzt übergeben. Unter laufenden Reanimationsmaßnahmen wurde sie in ein Klinikum gebracht. Dort verstarb sie gegen 19.20 Uhr.

 

Rettung am Starnbergersee

Auf Höhe Buchscharn am Starnberger See musste ein Zeuge beobachten, wie ein 31 Jahre alter Mann beinahe verunglückt wäre. Der Mann sprang gegen 14:40 Uhr vom Steg kopfüber ins Wasser. Dabei schlug er mit seinem Kopf auf einen, unter dem Wasser liegenden, Stein auf. Trotz schwerer Kopfverletzung konnte der Mann noch um Hilfe rufen. Da der Mann, nach Angaben der Polizei, die ganze Zeit vorher herumgealbert hatte, dauerte es einige Zeit, bis die anwesenden Badegäste die gefährliche Situation einschätzen konnten. Sie zogen den Mann ans Ufer. Ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Der Mann wurde mit schweren Kopf- und Wirbelverletzungen ins UK Murnau geflogen.

 

Gegen 20:30 Uhr entdeckten dann zwei Zeugen eine Person, die leicht unter Wasser trieb. Die Zeugen zogen die Person sofort aus dem Wasser. Bei der Verunglückten handelte es sich um eine 69 Jahre alte Frau aus München. Sie wurde durch die verständigten Sanitäter erstversorgt und dann ins UK Murnau gebracht. Ihr Zustand war im Laufe des Abends wieder stabil. Warum sie jedoch untergegangen war, ist bisher noch unbekannt.

 

 

In der Sommerzeit hatte es bereits mehrere tödliche Badeunfälle in Bayern gegeben. Auch der Riemer See wurde bereits für mehrere Menschen zur Todesfalle.

 

 

Präventionshinweise Ihrer Münchner Polizei:

 

Gerade bei den derzeit heißen Temperaturen lockt es zahlreiche Münchner an die nahegelegenen Badeseen. Bedenken Sie, dass gerade künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen und sie dann nicht mehr stehen können. Gerade Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und nicht alleine ins Wasser gehen. Halten Sie sich am besten in Uferabschnitten auf, welche von Rettungsschwimmern überwacht werden.

 

Meiden Sie gerade bei großer Hitze den Konsum von Alkohol. Dieser führt oft zu leichtfertigem Verhalten und Selbstüberschätzung. Die offensichtliche Gefahr des Ertrinkens wird nicht mehr richtig eingeschätzt. Beachten Sie die angebrachten Hinweise vor Ort, wie beispielsweise Badeverbote. Springen Sie niemals in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht kennen.

 

 

(pol/jh)