Gemeinsam auf Streife, Polizei und Bundespolizei gemeinsam auf Streife an Münchner BAhnhöfen, © Symbolbild Bundespolizei

Mehrere Gewalttaten am Wochenende an Münchens Bahnhöfen

Ein Fahrkartenkontrolleur wurde in den Finger gebissen, ein Belgier musste in zwei Tagen zwei Mal gebändigt werden und ein 20-Jähriger schlug einer Obdachlosen ins Gesicht: Am Wochenende kam es zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen, die die Bundespolizei an den Münchner Bahnhöfen auf Trab hielt.

 

Zwei Männer (23 und 24 Jahre) waren am Samstag in der S1 nach Feldmoching unterwegs. Kurz nach 21 Uhr gerieten sie in eine Fahrkartenkontrolle, bei der sich rausstellte, dass beide ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren. Nachdem die zwei Schwarzfahrer mit den Kontrolleuren in eine heftige verbale Auseinandersetzung gerieten, beleidigten und bedrohten sie die vier anschließend. Im Verlauf des Streits hatte der 24-Jährige dann einem 27-jährigen S-Bahnkontrolleur in den Finger gebissen. Zwei Streifen der Bundespolizei waren sofort vor Ort und ermitteln jetzt wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung gegen die beiden Männer.

 

 

Gleich zweimal mussten die Beamten einen 30-jährigen Belgier am Hauptbahnhof bändigen. Als ihn eine Streife einer Personenkontrolle unterziehen wollte, verweigerte der 30-Jährige die Herausgabe seines Ausweises und die Angaben zu seiner Person. Daraufhin wollten ihn die Polizisten mit auf die Dienststelle nehmen, woraufhin sich der Belgier heftig wehrte. Erst mit Hilfe weiterer Beamten konnte der Mann zur Wache gebracht werden. Als er seine Personalien abgegeben hatte, wurde er aus der Verwahrung entlassen, konnte die Dienststelle verlassen.
Nicht einmal 24 Stunden später, trafen Polizisten erneut auf den 30-jährigen Belgier. Als dieser die Beamten begleiten sollte, kam es erneut zum Widerstand des davor bereits Festgenommenen. Eine Streife der Bundespolizei musste erneut unterstützend eingreifen. Dabei wurde einer der Beamten leicht verletzt. Der Belgier wurde anschließend dem Haftrichter vorgeführt.

 

 

Am Samstag kam es zu einer Schlägerei zwischen einem 20-Jährigen und einer 52-jährigen Obdachlosen. Aus bisher unbekanntem Grund, gerieten die zwei vor dem Eingang eines Schnellrestaurants in Streit.
Der 20-Jährige beschimpfte die 52 Jährige verbal. Daraufhin soll die Frau dem 20-Jährigen das Handy aus der Hand geschlagen haben, dieser wehrte sich mit einem Faustschlag ins Gesicht der Obdachlosen. Die Polizei versucht nun mit Hilfe von Zeugenaussagen den Vorfall zu rekonstruieren. Derzeit ermitteln die Beamten wegen wechselseitiger Körperverletzung sowie Sachbeschädigung.

 

sk