Baden in den schönsten Seen in München

Mehrere Tote bei Badeunfällen in Bayern

Bei Temperaturen knapp unter 40 Grad zieht es die meisten ins Wasser. Für mindestens fünf Menschen in Bayern endete der Badeausflug am Wochenende tödlich, darunter für einen Vierjährigen.

 

München/Nürnberg – Hunderttausende suchten am Wochenende vor der Hitze Abkühlung in Freibädern, Flüssen und Seen – für mindestens fünf von ihnen wurde der Sprung ins kühle Nass zum Verhängnis. Sie wurden Opfer von Badeunfällen. In fast allen Fällen versuchten Retter noch, die leblosen Körper wiederzubeleben.

 

Passanten hatten am Sonntag, 05.07.2015 gegen 14:55 Uhr im Stadtbereich Freising auf Höhe der Korbiniansbrücke einen regungslos in der Isar treibenden menschlichen Körper bemerkt und daraufhin Polizei und Rettungsdienste alarmiert. Einem Polizeibeamten der Polizeiinspektion Freising und einem Passanten gelang es wenig später die Person an der Luitpoldanlage aus dem Wasser zu bergen. Die von den beiden sofort begonnenen und später vom Rettungsdienst fortgeführten Reanimationsmaßnahmen hatten zunächst Erfolg, so dass der junge Mann in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung gebracht werden konnte. Jedoch verstarb der schwer Verletzte am Abend in der Klinik.

 

Video: Hitze nicht unterschätzen:

 

Im Riemer See ist eine 22-Jährige bei einem Badeunfall tödlich verunglückt. Die Frau war im See untergegangen und nach einer aufwändigen Suche wieder gefunden worden. Zunächst wurde sie vom BRK reanimiert, wenig später verstarb Sie jedoch im Krankenhaus.

 

Einen 76 Jahre alten Mann ereilte am Sonntag der Tod beim Schwimmen in der Amper bei Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck). Badegäste sahen, wie auf dem Fluss eine leblose Person trieb. Sie brachten den Mann in Höhe einer Badeinsel ans Land. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur den Tod des Mannes feststellen.

 

Badesee, © Wieder haben sich tödliche Badeunfall in der Region ereignet - Symbolfoto

 

Bayernweit mehrere tragische Unfälle

 

Ein 41-Jähriger starb am Sonntag beim Baden in einem Weiher bei Hütten in der oberpfälzischen Gemeinde Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab). Der Mann wurde tot aus dem Wasser geborgen.

 

Jede Hilfe zu spät kam auch für einen 30-Jährigen in Nürnberg, der am Sonntag zusammen mit einem Bekannten in der Pegnitz badete. Er konnte zwar nach aufwendiger Suche von Rettern lebend ans Ufer gebracht werden, starb aber wenige Stunden später in einem Krankenhaus.

 

Auch im oberpfälzischen Hemau (Landkreis Regensburg) wurde am Sonntagmittag ein 18-Jähriger tot in einem Badeweiher gefunden. Der junge Mann war mit seinen Eltern und Geschwistern baden, als er plötzlich verschwand. Der Vater verständigte daraufhin die Polizei.

 

Bereits am Samstag war ein Vierjähriger in einem Baggersee in Kleinsendelbach (Landkreis Forchheim) ertrunken. Ein Taucher fand das leblose Kind auf dem Grund des Gewässers in Ufernähe.

 

In den vergangenen Wochen haben sich in der Region bereits mehrere tödliche Badeunfälle ereignet.