Tommy Schmidts kleines Gartenhäuschen, © Tommy Schmidts kleines Gartenhäuschen. Foto: Serviceplan

„Mei sweet Hoam“ – Wohnen in München mal ganz anders

Kleine Wohnung, hohe Mieten. Für viele Münchner ist das nicht nur ein Dauerzustand, sondern ein wirkliches Problem. Ein bezahlbares Zuhause zu finden, ist derzeit nicht einfach. Tommy Schmidt lebte es den letzten Monat aber vor. Auf nur vier Quadratmetern lies er sich für vier Wochen nieder.

 

 

Wohnraum in München ist nicht billig und erst recht nicht einfach zu finden. Bezahlbar wohnen ist daher für die Münchner ein ganz wichtiges Thema. Tommy Schmidt geht auf seine ganz eigene Weise mit diesem Thematik um. In sage und schreibe vier Quadratmetern Wohnfläche lebte er die letzten vier Wochen vor dem Haupteingang des Hauptsitzes der Serviceplan-Gruppe in einem Gartenhäuschen.

 

 

Außer schlafen konnte man in seinem neuen Zuhause nicht viel. In seinem „sweet Hoam“ gab es nur ein Bett, eine Kommode, zwei Lampen und eine Heizung. Mehr brauchte er nicht. Zum Duschen ging er ins Fitnessstudio, um Freunde zu treffen, in eine Kneipe. Kochen kann er ohnehin nicht, also ging er jeden Tag Essen. Leisten konnte er sich das auch locker, da er sich ja rund 1.000 Euro Miete sparte. „Schlussendlich bleibt nicht mehr viel übrig, was ich tatsächlich zuhause mache. Dafür brauche ich keine große Wohnung“, sagte er.

 

Mit seinem Kunstprojekt wollte der Künstler herausfinden, wie viel Wohnfläche man eigentlich benötigt, ohne dabei Lebensqualität zu verlieren. Besonders wichtig war ihm auch der Austausch mit anderen, weshalb er über seine Erfahrungen auf seiner Facebook-Seite berichtete. Wenn andere Menschen sich über alternative Wohnflächen Gedanken machen, dann hat das Projekt von Tommy Schmidt seinen Sinn erfüllt und vielleicht folgen dann ja auch einige seinem Beispiel und suchen sich ihr eigenes „sweet Hoam“.

 

Tommy Schmidt beim Musizieren vor seinem Gartenhäuschen, © Foto: Serviceplan