Das Alte Rathaus in München mit Blick auf die Frauenkirche, © München, das Rathaus, Frauenkiche und Co. - Foto: Andreas Bedity Photography

Meisterwerke der Architektur – Das macht München zur schönsten Stadt der Welt

Was macht München so besonders? Es sind die schönen Gebäude, die die Stadt so urig wirken lässt; Die Hintergründe, die bis in die frühen Jahrhunderte zurückreichen; Die wundervollen Plätze, die die Menschen dazu einladen ihre Freizeit draußen zu verbringen. Doch welche Geschichten eigentlich wirklich hinter der bezaubernden Architektur steckt, wissen viele nicht...

Architektur in München
Der Viktualienmarkt – Münchens Feinschmeckerparadies Exotische Früchte, Brotspezialitäten, Antipasti, Feinkostkäse, traditionelles Fleisch, das beste Gemüse, Fischspezialitäten, Weine und (…) Der Viktualienmarkt und der Alte Peter, © Foto: Agnes aus München „Alter Peter“ – das zweite Wahrzeichen von München Die älteste Kirche Münchens steckt voller Geheimnisse. Unser Alter Peter ist außerdem eine der beliebtesten Touristenattraktionen und (…) Das Münchner Künstlerhaus Kunst und Gesellschaft miteinander vereinen – das ist die Gründungsidee des Künstlerhauses. Auch heute verfolgt die Münchner (…) hotel bayersicher hof von außen bei klarem himmel und sonnenschein, © Bayerischer Hof Palais Montgelas – der heutige Bayerische Hof Das Palais Montgelas befindet sich an der Ecke des Promenadeplatzes. Es ist heute eher als das 5-Sterne-Hotel „Bayerischer Hof“ bekannt. (…) Dianatempel Hofgarten München Wolken am Himmel, © Der Dianatempel im Münchner Hofgarten - Foto:  Dirk Schiff/Portraitiert.de Hofgarten – ein majestätischer Entspannungsgarten im Herzen Münchens Mehrere Lustspielhäuser und eine Kaserne haben zu Renaissancezeiten noch zum Hofgarten am Odeonsplatz gehört. Heute zieren neben dem (…) Ausblick auf den Englischen Garten in München Der Englische Garten – das zweite Wohnzimmer der Münchner Der Englische Garten im Herzen Münchens gehört zu den größten Stadtparks Europas. Mit seinen großen Grünflächen und Bächen gewährt er (…) max-joseph platz mit staatsoper und statue Bayerische Staatsoper – Münchens erstes öffentliches Opernhaus Die bayerische Staatsoper am Max-Joseph-Platz, Münchens griechischer Tempel der Musik, war Münchens erstes öffentliches Opernhaus. (…) münchner hofbräuhaus am platzl bei nacht mit beleuchteten Fenstern und hofbräuhauslogo, © Foto: Hofbräuhaus München Hofbräuhaus – Das Traditionshaus des Münchner Biers Das Hofbräuhaus am Münchner Platzl braut schon seit dem 16. Jahrhundert traditionsreiches Bier. Seither steigt der Beliebtheitsgrad des (…) Burgstraße in München mit alten Gebäuden, © Burgstraße in München Der Münchner „Weinstadl“ Der Weinstadl – einer der ältesten und noch erhaltenen Häuser Münchens. In früheren Zeiten wurde das Bayerische Baudenkmal zur Lagerung (…) Frauenkirche bei Nacht in München, © Die Frauenkirche bei Nacht - Foto:  Dirk Schiff/Portraitiert.de „Dom zu Unserer Lieben Frau“ – das Wahrzeichen unserer Stadt Die Frauenkirche prägt das Münchner Stadtbild und ist weltweit bekannt. Viele Stadtführer preisen die charakteristischen Zwiebeltürme (…) Altes Rathaus am Münchner Marienplatz, © Altes Rathaus am Marienplatz Das Alte Rathaus – eine architektonische Meisterleistung der Münchner Gotik Das Alte Rathaus von München steht schon seit über 600 Jahren am Marienplatz. Die kleinen Details machen das Gebäude zu einer (…)
marienhof hinter dem neuen rathaus mit frauenkirchtürmen im hintergrundmarienhof mit frauenkirchtürmenNeues Rathaus am amrienplatz mit frauenkirchentürmen im hintergrundschloss nymphenburgladenstraße im tal am viktualienmarkt mit altem rathaus und altem peter im hintergrundIm Tal am Viktualienmarkt mit altem peter im hintergrundfeldherrnhalle am odeonsplatzloewen vor der residenz
Themenzusammenfassung

Alter Peter

Der Alte Peter wurde bereits 1181 im romanischen Kirchenstil auf dem Petersbergl errichtet. Er misst 91m Höhe und war zu früheren Zeiten, das höchste Gebäude der Stadt. Heute können Besucher auf der 56m weit oben liegenden Aussichtsplattform, bei klarem Himmel, eine Sicht über 100 km genießen. Für diese atemberaubende Aussicht, muss man allerdings zuerst noch 306 Stufen erklimmen. Im Laufe der letzten 800 Jahre wurde die Kirche einige Male umgebaut und so dem derzeitig „modernen“ Baustil angepasst. Vom Stil der Gotik, über den Barock bis hin zum Spätbarock. Bei einem Bombenangriff während des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche komplett zerstört, die Sanierungs- und Wiederaufbauarbeiten dauerten bis ins Jahr 2000 an. In die Geschichte geht die Peters Kirche nicht nur wegen seinem Alter, sondern auch wegen seiner auffallenden Anzahl an Blitzeinschlägen, die mehrmals das Gebäude beträchtlich zerstört haben. Besonders ist auch die Geschichte zur versteckten Kanonenkugel in der Außenmauer der Kirche. Der Hintergrund liegt in der Zeit des ersten Koalitionskrieges, bei welchem Frankreich gegen Österreich, deutsche Kleinstaaten und Großbritannien kämpfte. Nachdem nur noch Österreich nd Frankreich gegeneinander kämpften breitete sich das Kriegsterritiorium auch auf deutschen Boden aus, wobei die zwei Gegner auf dem Gasteig sich mit Kanonen beschossen. Eine Kugel der Österreicher flog fälschlicherweise in die Münchner Innenstadt und stieß während einer Messe in den Altarraum des Alten Peters. Als Mahnmal und Zeichen der Sicherheit in der Kirche betonierte der Pfarrer die Kugel über eins der Kirchenfenster in die Mauer ein.

 Altes Rathaus

Die Grundmauern des Alten Rathauses am Marienplatz bildeten ursprünglich eine alte leonische Stadtbefestigung von München. Das Rathaus entwickelte sich dann als Nachfolgebau daraus. Der Vorbau entstand 1310 und stand wesentlich weiter westlich, da die damalige Stadtbefestigung bereits am Marienplatz endete. Das Talburgtor, oder wie es ursprünglich hieß „Unteres Tor“, gehörte zur ersten Stadtmauer in München und bildete später im Nachfolgebau den Rathausturm. 1392 bis 1394 wurde das alte „neue“ Rathaus durch einen neuen Saal, den Tanzsaal, vervollständigt. Mit seiner detailgetreuen Innenausstattung verleiht er bis heute dem Rathaus seinen Charme. Auch das alte Rathaus wurde mehrmals Opfer von Gewitter und Blitzeinschlägen, die vollständige Rekonstruktionen erforderten. Die Fassadengestaltung orientiert sich am Stil der Gotik. Als das wichtigste historische Ereignis wird die Rede von Joseph Goebbels am 9. November 1938, in den Hallen des Alten Rathauses, bezeichnet. Die Worte Goebbels gelten als Indikator für die Reichsprogromnacht 1938. Heutzutage wird der Saal nur noch zur Repräsentation der Stadt genutzt, wichtige Reden der Bürgermeister werden im Tanzsaal präsentiert. Auch für andere offizielle Festakte wird der Saal verwendet.

Frauenkirche

Die Frauenkirche ist das Wahrzeichen der Stadt München und Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising, ursprünglich wurde sie „Dom zu unseren Lieben Frau in München“ genannt. Sie wurde nach ihrer Schutzherrin, der Gottesmutter Maria benannt. Der 109 Meter lange spätgotische dreischiffige Backsteinbau mit 40 Meter Breite und 37 Meter Höhe wurde ursprünglich 1240 von den Wittelsbachern am Rande der früheren Residenz errichtet. Das Innere war durch prunkvolle Ornamente geschmückt und mit vielen Gemälden dekoriert. Durch eine stetig steigende Bevölkerungszahl wurde beschlossen eine neue, größere und repräsentativere Kirche zu bauen. Jörg von Halspach, ein Münchner Baumeister, der bereits das Alte Rathaus baute, bekam den Bauauftrag für den neuen Backsteinbau. 1468 wurde der Grundstein gelegt – bereits 20 Jahre später – 1488 war der Neubau bis auf die Turmspitzen vollendet. Der Neubau bietet ungefähr 20.000 stehenden Menschen Platz. Dies ist verwunderlich, da die Stadt München im 15. Jahrhundert nur 13000 Einwohner überhaupt zählte. Die Türme waren 36 Jahre „haubenlos“. Während des Landshuter Erbfolgekriegs wurden die „haubenlosen“ Türme jedoch als Kanonenstellplatz zur Verteidigung Münchens verwendet. 1525 wurden sie dann vollendet, mit dem Aufsetzen der charakteristischen Welschen Hauben. Nicht wie die Bevölkerung lange Zeit dachte waren die Zwiebelhauben ein Produkt der frühen Renaissance, sondern sie beruhen auf der Vorlage des Tempel Salomons in Jerusalem. Der Nordturm misst 98,57 Meter, doch der Südturm nur 98,54 Meter. Der Grund ist ein Gesetz, dass die Gebäude der Stadt nicht die 100 Meter Grenze überschreiten dürfen. Seit 2004 darf kein Gebäude im Innenstadtraum mehr die Höhe der Frauenkirche überschreiten.

Weinstadl 

Der Münchner Weinstadl ist einer der ältesten und noch erhaltenen Häuser Münchens. Früher hatte das Bayerische Baudenkmal die Funktion der Lagerung und des Verkaufs von Wein. Heute können Gäste die bayerische-österreichische Küche des Stadtwirts Hofer genießen. Zu Anfang 15. Jahrhunderts konnte eine enorme Zunahme des Weinhandels in der Region registriert werden, was die Eröffnung des städtischen Weinhandels erforderlich machte. Der „Weinstadl“  wurde bereits 1525 im gotischen Stil gebaut. Der Maurermeister Hans Aerenhofer gestaltete das Bürgerhaus Mitte des 16. Jahrhunderts zum Stadtschreiberhaus um. Auch das Amt für Isargoldwäscherei wurde in der Münchner Stadtschreiberei beherbergt. Während das Haus in der Dienerstraße schon als „Weinstadl“ genutzt wurde, hatte das zweite Gebäude in der Burgstraße 1552 zwölf Jahre die Funktion der Stadtschreiberei. In den darauffolgenden Jahren wurde auch das andere Gebäude der Burgstraß als Weinstadl genutzt. Am 12. Oktober 1758 gründete der kurfürstliche Rat Johann von Linprun die „Bayerische Gelehrten Gesellschaft“, die mehrere Monate später zur „Bayerischen Akademie der Wissenschaften“ gehoben wurde. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden die Räumlichkeiten für mehrere Weinwirtschaften genutzt. Das Weinhaus hebt sich auch durch sein 500 jähriges Bestehen von Münchens Geschichten ab – besonders ist die bemalte Außenfassade, die aufwendig rekonstruiert wurde. Auch Mozart soll im Nebenhaus seine Oper „Indomeneo“ komponiert haben, die dann im Nationaltheater uraufgeführt wurde.

Hofbräuhaus

Der Auftrag des Baus des Hofbräuhauses kam durch den bayerischen Herzog Willhelm V. und erfolgte am 27. September 1589. Es sollte die Versorgung der Wittelsbacher und seiner Bediensteten mit Bier sicherstellen. Da die Importkosten von dem bisher bestellten Saisonbieren aus diversen Privatbrauereien aus Norddeutschland zu teuer wurden, sollte das Brauhaus der Kostensenkung des Hofs beitragen. Das ehemalige Hühnerhaus der Wittelsbacher wurde als Baufläche für das neue Brauhaus verwendet.  Als Organisator wurde Haimeran Pongratz, Braumeister des Benediktinerklosters Geisenfeld in Hallertau. Nach der Fertigstellung wurde er zudem zum ersten Braumeister im „Braunen Hofbräuhaus“ gekürt, wo er dem Namen nach auch Braunbier braute. Zeitweise wurde der Sitz des Hofbräuhauses nach Haidhausen verlegt, doch mittlerweile steht es wieder an gewohntem Orte, dem Münchner Platzl. Heutzutage ist es die Touristenattracktion schlecht hin, 35000 Besucher zählt das Hofbräuhaus täglich. Zur Tradition der Brauerei gehört auch das jährliche Oktoberfest, wo das Hofbräuhaus das flächenmäßig größte Zelt hat und durchschnittlich 5500 Hektoliter Bier ausschenkt.

 

Staatsoper

Die bayerische Staatsoper ist 1657 am Salvatorplatz erbaut worden. Sie ist als Münchens erstes Öffentliches Opernhaus eröffnet worden. 94 Jahre später wird das Residenztheater errichtet, indem vor allem italienische Opern aufgeführt wurden – u.a. die Uraufführung Mozarts Oper „Idomeneo“ 1781, die er in einem Nachbarshaus des Münchner Weinstadls komponiert haben soll. Derzeit gewährt die Münchner Oper nur 560 Platz, doch der Wunsch nach einer Oper, in der mehr Leute Platz haben, wächst immer mehr. 1795 wurde das Opernhaus am Salvatorplatz geschlossen. Nachdem die Forderung nach einem neuen Opernhaus in der Bevölkerung immer deutlicher wurde, kam der König Maximilian I. Joseph 15 Jahre später dem Wunsch nach. Er beauftragte den Architekten Karl von Fischer um ein neues königliches Hof- und Nationaltheater zu entwerfen. Im Oktober 1811 wird der Bau gestartet. Schon zwei Jahre später müssen die Bauarbeiten wegen Finanzierungsproblemen unterbrochen werden. 1817 wurde ein Teil des neu erbauten Opernhauses durch Feuer niedergebrannt. 1923 fällt die Oper erneut einem Brand zum Opfer. Der Brand konnte nicht gelöscht werden, da durch die kalten Außentemperaturen das Löschwasser eingefroren war. 1825 wurde die Wiedereröffnung gefeiert, nach dem das Haus wieder aufgebaut und die Säulenhalle mitgebaut wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wird auch das Nationaltheater durch einen Bombenangriff schwer beschädigt. Für 63 Millionen Mark wurde das Opernhaus daraufhin komplett restauriert, obwohl ein Neubau wesentlich kostengünstiger gewesen wäre. Doch auch Wunsch der Bevölkerung wurde das Geld in die Restauration investiert. Heute werden immer noch historisch bedeutende Opern ausfgeführt und bezaubert die Besucher mit seiner Architektur und Ornamenten im Innenbereich. Die Bühne, mit 2500 Quadratmetern, ist die drittgrößte Theaterbühne der Welt. Auch durch die konsequente Verwendung von Holz beim Bau, entsteht eine einzigartige Akustik.