Mordkommission Pressekonferenz nach Messerattacke in Giesing

Messerattacke in Giesing: Täter noch flüchtig

Nach der tödlichen Messerattacke in Giesing ist die Polizei immer noch auf der Suche nach dem Täter. Nach neustem Ermittlungsstand geht die Münchner Mordkommission  von einer Beziehungstat aus. Der 45-jährige Täter und die 45 Jahre alte getötete Frau waren offenbar vor einigen Jahren ein Paar.

 

 

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Mordkommission München ist davon auszugehen, dass der ehemalige Lebensgefährte der getöteten Frau, ein 45-jähriger in München lebender Deutscher, für die Tat verantwortlich ist. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen konnte der 45-Jährige bislang nicht festgenommen werden. Das Motiv für die Tat dürfte – obwohl die Beziehung schon über 6 Jahre zurückliegt und immer wieder Kontaktverbote erlassen wurden – in der Trennung liegen. Zunächst gab es von den Zeugen stark abweichende Angaben zu dem genauen Aussehen des Manns. Die Ermittlungen der Mordkommission München dauern weiter an.

 

 

Der Mann, der am Dienstag in München eine 45-jährige Frau niedergestochen und getötet hat, ist der Ex-Freund des Opfers. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Mittwoch war er trotz „intensiver Fahndung“ zunächst auf der Flucht. Der 44-Jährige hatte mit einem etwa 25 Zentimeter langen Brotmesser auf die Frau eingestochen.

 

 

Kurz nach 15:30 Uhr, gingen sowohl beim Rettungsdienst wie auch beim Polizeinotruf Mitteilungen von Zeugen ein, dass im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses in der Bayerischzeller Straße in München-Obergiesing eine Frau bewußtlos nach einem Messerangriff aufgefunden wurde. Trotz sofortiger Hilfe von Passanten und Rettungsmaßnahmen durch den verständigten Notarzt verstarb die 45-jährige deutsche Münchnerin noch am Tatort.

 

 

Mit dem mutmaßlichen Täter hatte die Frau eine einjährige Beziehung, die allerdings seit sechs Jahren beendet war. Seit dieser Zeit stellte der Mann ihr regelmäßig nach und wurde deswegen im Jahr 2014 zu einer Geldstrafe verurteilt. „Davon abgesehen war der Tatverdächtige nicht vorbestraft“, sagte Kriminaloberrat Markus Kraus von der Mordkommission. „Es war nicht vorauszusehen, dass so etwas passiert“. Der Mann habe sich zeitweise an alle Auflagen gehalten und sei nicht durch Gewalt aufgefallen, so die Ermittler. Allerdings habe er immer wieder gegen das Kontaktverbot verstoßen.

 

dpa