Baustelle, Absperrung, Straßenschild, Schild

Modernisierung U-Bahn-Station Sendlinger Tor

Die Stadtwerke München wollen die U-Bahnstation Sendlinger Tor komplett erneuern, wobei die Steigerung der Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus soll der dreistöckige Bahnhof auf allen Ebenen modernisiert, von Grund auf saniert, entsprechend den heutigen Richtlinien barrierefrei ausgebaut und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

 

 

Die Regierung von Oberbayern hat den Umbau des U-Bahnhofs Sendlinger Tor genehmigt. Erste Baumaßnahmen sollen ab 2017 stattfinden. Zuvor müssen noch Kabel und Leitungen verlegt werden, die sich im Bereich des späteren Baufeldes befinden. Diese Maßnahmen dauern von August 2015 bis voraussichtlich Ende 2016. Von 2017 bis 2022 soll der U-Bahnhof dann umgebaut werden.

 

 

 

 

Modernisierung

Das Erscheinungsbild aller drei Ebenen und das Raumkonzept des Sperrengeschosses sollen, ähnlich wie in den Zwischengeschossen der U-Bahnhöfe Hauptbahnhof und Marienplatz, modernisiert werden. Die Betriebsräume sowie die Verkaufsflächen sollen neu geordnet werden. Die Verkaufsflächen sollen darüber hinaus vergrößert werden. Fassaden, Böden und Decken sollen zeitgemäßer gestaltet werden, so wie auch das Licht- und Farbkonzept.

 

 

Sanierung

Durch Regen- und salzhaltiges Schmelzwasser wurde die 40 Jahre alte Betonsubstanz der Station beschädigt. Das Bauwerk muss daher grundlegend erneuert werden. In diesem Zusammenhang wird zudem die gesamte technischen Einrichtung erneuert, insbesondere im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes.

 

 

Barrierefreier Ausbau

Alle drei Ebenen der U-Bahn-Station sollen entsprechend den heutigen Richtlinien barrierefrei ausgebaut werden. Die Bahnsteige sollen um 5 cm angehoben und ein taktiles Leitsystem angelegt werden. Die Rampe im Sperrengeschoss soll verbreitert und auf eine dem heutigen barrierefreien Standard entsprechende Neigung ausgelegt werden. Außerdem sollen die beiden Aufzüge von den Bahnsteigen der U1/U2 nicht mehr im Sperrengeschoss enden,sondern bis an die Oberfläche gehen.

Entlastung an Engstellen

 

Aufgrund der jährlich steigenden Fahrgastzahlen ist auch der U-Bahnhof Sendlinger Tor zu einer Engstelle geworden. Zu ihrer Bauzeit vor 40 Jahren wurde die Station nicht für das heutige Kundenaufkommen ausgelegt. Um die bestehenden Defizite zu beheben, sollen drei Maßnahmen durchgeführt werden.
Der Bypass

Die zwischen den beiden Bahnsteigröhren liegenden Betriebsräume auf Ebene der U1/U2/U7/U8 sollen verkleinert werden, um so zusätzlichen Platz zu schaffen. Dadurch soll östlich der zentralen Treppenanlage ein bisher nicht vorhandener Durchgang entstehen, welcher für mehr Bewegungsfläche sorgen und die Fahrgastströme entzerren soll.

Der Treppen-Dreh

Der zentrale Umsteigebereich zwischen U1/U2/U7/U8 und U3/U6 soll komplett umgebaut werden. Die dort vorhandenen Treppen sollen neu angeordnet und erweitert werden, um die bestehenden Engpässe wirksam zu beseitigen bzw. dem bisher kaum zu vermeidenden Zusammentreffen und Kreuzen aller Fahrgäste entgegenzuwirken. Auf beiden Seiten der Treppe soll jeweils eine von drei bisher parallel verlaufenden Treppen um 180 Grad gedreht werden. Dadurch beginnt sie an einer anderen Stelle bzw. läuft an einer anderen Stelle aus, als die übrigen Treppen. Zusätzlich soll auf beiden Seiten eine zusätzliche vierte Treppe in separater Lage gebaut werden. Die Laufrichtungen der Fahrtreppen sollen so gewählt werden, dass sich die Fahrgastströme am Bahnsteig bestmöglich verteilen und sich im zentralen Umsteigbereich nicht mehr gegenseitig behindern.

 

Durch diese Maßnahmen verteilen sich die Fahrgastströme auf die verschiedenen Treppen und werden dadurch entzerrt. Momentan gibt es 6 Treppen mit nur 2 Ausgangs-/Endpunkten, künftig soll es 8 Treppen geben, die an 6 verschiedenen Stellen beginnen/enden.

 

 


Neue Ausgänge

Die beiden Bahnsteigröhren der U1/U2/U7/U8 sind bisher nur durch einen Durchgang in der Mitte miteinander verbunden. Mangels Ausweichmöglichkeiten kommen sich Um- und Aussteiger hier also in die Quere. Zwei neue Durchbrüche an den beiden Bahnsteigenden sollen künftig für Entlastung sorgen. Durch den zusätzlichen Durchgang im Norden sollen Fahrgäste das Sperrengeschoss erreichen können, ohne den Zentralbereich durchqueren zu müssen. Vom neuen Tunnel im Süden soll man dann direkt an die Oberfläche gelangen können.