Mügida, Bagida, Pegida, München ist bunt: Tausende Demonstranten am Sendlinger Tor erwartet

Nach dem grausamen Anschlag in Paris werden für verschiedenste Demos am Montag tausende Teilnehmer in München erwartet. Möglicherweise muss bereits ab dem Nachmittag die Sonnenstraße gesperrt werden.

 

Liveticker und aktuelle Infos von den Demonstrationen gibt es auch hier.

 

Bagida-Demo an der Tramstation Sendlinger Tor

 

Um 18:30 Uhr ist eine Bagida-Demonstration an der Trambahnstation Sendlinger Tor angekündigt. (Hier waren einige Flüchtlinge vor ein paar Wochen in einen Hungerstreik getreten, der durch einen Großeinsatz beendet werden musste.) Von dort wollen die Bagida-Anhänger über die Sonnenstraße zum Stachus marschieren, wo bis 21 Uhr eine Kundgebung stattfinden soll. Laut Infos auf deren Facebook-Veranstaltung „PEGIDA – München Spaziergang Nr.1“ wollen sich hieran knapp 1000 Menschen beteiligen. (Stand 9.1: 983 Zusagen). Bei der ersten angekündigten Demo hatten lediglich 50 islamikritische Demonstranten teilgenommen.

 

Mügida-Kundgebung bisher mit wenigen Teilnehmern

Zur selben Zeit will auch die MÜGIDA demonstrieren. Für den Weißenburger Platz  gibt es eine Anmeldung für 100 bis 200 Teilnehmer.

 

 

„München ist bunt“  Tausende auf Gegendemo erwartet

 

Zu der angekündigten Gegendemo wollen zum jetzigen Stand mehr als 6000 Personen kommen. Sie setzen sich für ein weltoffenes München ein. Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ruft zur Teilnahme auf. „In München ist kein Platz für Hetze, Hass und Ausgrenzung“, zitiert ihn der Münchner Merkur.

 

In den vergangen Wochen hatte es in München bereits mehrfach Demonstrationen gegen “Pegida” gegeben. Zuletzt versammelten sich am vergangenen Montag rund 1500 Menschen, kurz vor Weihnachten waren es nach Polizeiangaben sogar mindestens 12 000 gewesen. Zu dieser  Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz direkt vor der Oper hatten verschiedene Parteien, kirchliche Gruppen, Künstler und Flüchtlingsorganisationen aufgerufen. Auch dieses Mal ist die Liste der Unterstützer groß. Von kirchlichen Institutionen bis hin zum Residenzttheater oder dem Münchner Club Harry Klein findet die Demo gegen Ausgrenzung breite Unterstützung.

 

 

 

Auch der Verkehr wird wohl beeinträchtigt 

 

Gut möglich, dass am Montag bereits ab Nachmittag Teile der Sonnenstraße und der dortige Tramverkehr abgesperrt werden. Wegen der Anschläge in Paris könnten die Teilnehmerzahlen noch drastisch steigen. Die Polizei plant zumindest derzeit mehr Beamten einzusetzen, als bei der letzten Demo. Bereits hier kam es vereinzelt zu Steinwürfen auf Polizisten.

 

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