München: Angebote für insolvente Abendzeitung

Die Suche nach einem Investor für die insolvente „Abendzeitung“ in München geht weiter. Es gebe Gespräche mit einer Handvoll Interessenten, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Axel Bierbach der Nachrichtenagentur dpa. „Alle haben unterschiedliche Konzepte, aber allen gemeinsam ist eine Verbindung von Print und Online.“ Die „AZ“ solle möglichst auch als Printprodukt überleben. Konkrete Angebote lägen vor, weitere werden noch erwartet.

 
Die „AZ“ hatte am 5. März vor dem Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgeld sichert bis Ende Mai die Löhne und Gehälter der 110 Mitarbeiter. „Aber der 31. Mai ist kein harter Termin“, sagte der Sprecher. Danach könne die vorläufige Insolvenz in die Regelinsolvenz übergehen und der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden. Der Verlag sei dazu in der Lage.

Der Erfolg der Verhandlungen mit Investoren hängt nach Angaben des Insolvenzverwalters vor allem von drei Punkten ab: Das Kartellamt muss der Lösung zustimmen. Der Betriebsrat muss einen Stellenabbau und einen Sozialplan mittragen. Und der Investor muss sich mit dem Nürnberger Telefonbuch-Verleger Gunther Oschmann einigen, dem die Markenrechte an der „AZ“ gehören.

 

 

rr/dpa