München Au: Mordfall Anna Sondermaier – der Tatverdächtige schweigt

Es war ein schrecklicher Fund, den der Pfleger der 91-jährigen Münchnerin Anna Sondermaier am vergangenen Dienstag in der Au machte. Nun hat die Polizei im Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen, das zum Tod der Frau führte, einen Tatverdächtigen festgenommen.

Der Täter schweigt. Es ist ein Deutscher, 50 Jahre alt und polizeibekannt. In seiner Akte ist von Trickbetrug die Rede – und die Polizei hält es für nicht unwahrscheinlich, dass auch der Fall Sondermaier mit Trickbetrug begann.

Der Mord

 

Am Dienstag, den 22. Juli 2014 gegen 10:15 Uhr fand der Pflegedienst der ehemaligen Schneiderin Anna Sondermaier deren Körper leblos in ihrer Wohnung auf. Sowohl vor Ort als auch bei der anschließend durchgeführten Obduktion ergaben sich Anhaltspunkte auf einen gewaltsamen Tod, weshalb die Ermittlungen von der Mordkommission München übernommen wurden.

 

Die Ermittlungen

 

Bereits drei Tage nach Fund der Leiche, am Freitag, 25. Juli, ergab sich aufgrund der Spurenauswertung der Polizei ein dringender Tatverdacht. Unter Einbindung von Kräften der Zielfahndung München sowie der Spezialeinheiten Südbayern und des BLKA konnte der Tatverdächtige noch am gleichen Abend lokalisiert werden. Keine leichte Aufgabe – denn der Mann hat keinen festen Wohnsitz.

 

 

Der Tatverdächtige

 

Der 50-jährige Münchner, der zur Stunde bei der Münchner Polizei in Untersuchungshaft sitzt, war am Samstag den 26. Juli in der Wohnung seiner Lebensgefährtin unter Mordverdacht festgenommen worden. Laut Medienberichten war der Mann erst Ende des vergangenen Jahres aus dem Gefängnis entlassen worden – er ist bei der Polizei wohlbekannt, und zwar für Diebstahl und Trickbetrug.

 

 

Der zweite Fall

 

Die Polizei bringt den Tatverdächtigen mit einem zweiten Fall in Verbindung. Am 16. Juli geschah an der Tegernseer Landstraße, also nur ein paar Hundert Meter von Anna Sondermaiers Wohnung entfernt, ein Trickbetrug. Ein Beamter der Spurensicherung zog Parallelen zwischen den beiden Fällen. Die Polizei zieht die Möglichkeit in Betracht, dass der Mord an Anna Sondermaier mit einem einfachen Trickbetrug in Beziehung steht – sogar, dass das Gewaltverbrechen lediglich zur Verdeckung einer Straftat geschah.

 

 

Das Schweigen

 

Zu diesem Verdacht äußert sich der Tatverdächtige in keinem Wort. Auch sonst schweigt der 50-jährige sich aus. Die Ermittlungen dauern an.

 

 

Erfahren Sie mehr zu dem Fall in unseren aktuellen Tagesnachrichten „München Heute“ um 18:00 Uhr.

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In diesem Bericht unseres Kollegen Daniel Stock sehen Sie außerdem einschlägiges Bildmaterial:

 

 

Sollten Sie Hinweise zum Tatvorgang haben oder etwas Verdächtiges gesehen haben, wenden Sie sich bitte an die nächste Polizeidienststelle.

 

 

jn