Joachim Hermann - Bayerischer Innenminister, © Hermann informiert über S-Bahn Neuvergabe

München: Bayerns Innenminister Herrmann gedenkt NSU-Opfern

Zum 10. Todestag von Theodoros Boulgarides hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den Opfern des Nationalsozialistischen Untergrundes gedacht. Vor 10 Jahren wurde der Grieche im Münchner Westend erschossen.

 

Herrmann will Zeichen setzen

 

Im Beisein von Angehörigen der Opferfamilien Boulgarides, Voulgaridis und Kilic machte Herrmann deutlich, dass die Aufklärung und strafrechtliche Aufarbeitung der Mordserie ihm nicht nur als Bayerischem Innenminister sondern auch ganz persönlich ein großes Anliegen sei: „Wir gedenken heute der Opfer und setzen damit ein Zeichen – ein Zeichen gegen das Vergessen.“

 

 

Am 15. Juni 2005 – genau vor zehn Jahren – wurde Theodoros Boulgarides im Alter von 41 Jahren im Münchner Westend erschossen. Als Kind kam er aus einem Dorf nahe Serres in Zentralmakedonien nach München. Boulgarides lernte hier seine Ehefrau kennen, seine beiden Töchter kamen hier zur Welt. Er erfüllte sich seinen Lebenstraum und machte sich mit einem Laden im Münchner Westend selbstständig. Herrmann schloss seine Ansprache mit den Worten: „Unser heutiges gemeinsames stilles Gedenken sehe ich auch als Zeichen für die Zukunft. Nicht Gewalt, Trauer oder Resignation sollen das letzte Wort behalten, sondern die gemeinsame Hoffnung und Zuversicht, dass wir ein Land, eine Gesellschaft mit Menschen unterschiedlicher Herkunft sind, der das Brückenschlagen und Miteinander gelingt.“