München: Brunnensaison wird eröffnet

Der Frühling hat sich in der Landeshauptstadt zurückgemeldet – die Temperaturen steigen und die Sonne strahlt. 187 städtische Brunnen werden nun von ihrem Wintergewand befreit, den Anfang macht der Rindermarktbrunnen.

 

Der Brunnen am Rindermarkt gehört zu den bekanntesten der 187 städtischen Brunnen. Der Münchner Bildhauer und Akademieprofessor Josef Henselmann schuf damit 1964 am Rindermarkt eine der ersten begehbaren Brunnenanlagen der Stadt. Das Wasser strömt großflächig über Stufen und lädt im Zentrum der Stadt zum Verweilen und Erfrischen ein. Die bronzene Tiergruppe mit Hirte symbolisiert die frühere Funktion des Ortes als Platz für den Viehhandel.

 

 

Seit November weilt der Rindermarktbrunnen unter einer maßgeschneiderten Holzdecke, heute wird er aus dem Winterschlaf geholt. In den kommenden Tagen und Wochen will das Münchner Baureferat die restlichen 186 städtischen Brunnen befreien, dafür müssen insgesamt 4.400 Quadratmeter Fichtenholz entfernt und eingelagert werden.
Ungefähr sechs Wochen dauert es, bis die nummerierten Holzteile komplett entfernt sind. Spätestens Mitte Mai sind dann sämtliche städtische Brunnen gereinigt und aufgedreht.

 

Brunnen im Winterschlaf

 

Jedes Jahr im November werden die Brunnen zugedeckt, um diese vor Schnee und Kälte zu schützen. Das Zudecken verhindert, dass sich Wass er im Becken sammelt und beim gefrieren Fugen und Steine beschädigt. Unter der Holzdecke staut sich ein vergleichsweise warmes Luftpolster, dies schützt auch die dazugehörigen Leitungen vor Frostschäden.

 

Eigentlich sollte die Brunnensaison bereits letzte Woche eröffnet werden, aufgrund der kurzfristig kühlen Temperaturen wurde die Eröffnung jedoch um eine Woche verschoben.

 

rg