München: CSU-Chef Seehofer geht gerne im Internet shoppen

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer kauft lieber online ein. „Ich bin ein ganz, ganz intensiver Internetnutzer“, sagte der CSU-Chef am Mittwoch bei den Münchner Medientagen. „Das Einkaufen dort ist für mich etwas bekömmlicher, weil ich einen Marktüberblick habe.“

 

„Ich kann ja fast aus einem Laden nicht rausgehen, ohne etwas gekauft zu haben. Im Internet kann ich sagen: «Auf Wiederschauen.» Das ist ein Stück mehr Freiheit“, erzählte Seehofer.

 

Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des „Handelsverbands Bayern – Der Einzelhandel“ (HBE), sagte dazu, er könne sich gut vorstellen, dass es gerade bei den Einzelhändlern in Seehofers Heimat Ingolstadt „nicht so gut ankommt, wenn er sich ausgerechnet outet als super Interneteinkäufer“. Denn viele stationäre Geschäfte litten ja darunter, dass so viele Leute online einkaufen, sagte Ohlmann dem Radiosender Antenne Bayern. „Insofern wird dort bestimmt der eine oder andere sicherlich darüber verärgert sein.“

 

Seehofer forderte die Medienbranche auf, der Konkurrenz durch die amerikanischen Internetriesen etwas Eigenes entgegenzusetzen. „Ich schimpfe nicht über Google. Ich nutze Google“, sagte er. Auf Dauer setze sich Qualität durch. „Da müssen wir uns halt was einfallen lassen.“

 

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat am Mittwoch die Medientage München eröffnet. Die 28. Auflage des Branchentreffs beschäftigt sich unter anderem mit der Verschmelzung von Fernsehen und Internet. Bis Freitag diskutiert die deutsche Medienbranche in München über die Lage und die Aussichten von Zeitungen, Sendern und Online-Medien.

 

 

RG / dpa