München: Die Zahlen des Jahres 2014

Manchmal kann ein Gesicht oder ein Name für eine ganze Geschichte stehen. Aber jeder Fußballfan oder Aktionär weiß: Manchmal genügt auch nur eine Zahl.

 

1,8 – Ausgerechnet beim Leiter der Drogenfahndung in Kempten wurden im Februar 1,8 Kilo Kokain gefunden. Das Rauschgift lag in seinem Spind. Die Staatsanwaltschaft hat den Kripobeamten wegen Drogenbesitzes, gefährlicher Körperverletzung und Vergewaltigung seiner Ehefrau angeklagt. Er sagte, er habe das Kokain zu Schulungszwecken besessen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe es dienstlich erhalten und zu privaten Zwecken behalten.

 

4 – Mit ihrer vierten olympischen Medaille avancierte Maria Höfl-Riesch zur erfolgreichsten deutschen Olympia-Alpinen. Mit drei Goldmedaillen und einer Silbermedaille überholte sie bei den Winterspielen in Sotschi Katja Seizinger (3-0-1).

 

8 – Der FC Augsburg schloss die Saison 2013/14 als Tabellenachter der Fußball-Bundesliga ab. So gut waren die Schwaben noch nie, nur ein Pünktchen fehlte zur Europa League.

 

8 – Der 1. FC Nürnberg stieg zum achten Mal aus der Bundesliga ab. Das ist bitterer Negativ-Rekord im deutschen Fußball.

 

24 – Wieder einmal Meister. Zum 24. Mal feierte der FC Bayern München den Titel. Der 17. Erfolg im DFB-Pokal machte die Freude beim deutschen Fußball-Rekordmeister perfekt.

 

59 – Mehr als ein halbes Jahrhundert mussten die Basketballer des FC Bayern auf den nächsten Meistertitel warten. Nach 59 Jahren war es im Juni so weit.

 

Rekordmann Alonso, Verlierer Hoeneß, Freikäufer Ecclestone

 

132 – Auf dieses Comeback hatte Fußball-Deutschland gewartet. 132 Tage nach seinem Kampf beim Triumph im WM-Finale kehrte der lange verletzte Bastian Schweinsteiger wieder in einem Pflichtspiel zurück. Seine Bayern gewannen gegen Hoffenheim mit 4:0.

 

 

144 – Manuel Neuer freute sich über die Auszeichnung zu Deutschlands Fußballer des Jahres. 144 von 701 abgegebenen Stimmen wurden für den Torhüter des FC Bayern abgegeben, der das deutsche Team zum WM-Titel führte.

 

 

206 – Das gab’s nie in der Fußball-Bundesliga. Mit 206 Ballkontakten stellte Bayerns Mittelfeldchef Xabi Alonso im September einen Rekord auf. Bis dahin war Clubkollege und Landsmann Thiago Alcantara mit 185 Ballkontakten die Nummer 1.

 

 

1700 – So viele Asylbewerber mussten sich Ende August auf das Gelände der Zentralen Aufnahmestelle im mittelfränkischen Zirndorf zwängen. Normalerweise ist die Unterkunft für 650 Menschen ausgelegt. Die Flüchtlinge schliefen in Container-Behausungen, in der Kapelle, in Busgaragen und Treppenhäusern, auf Matratzen im Speiseraum und Gängen sowie in großen Partyzelten.

 

 

251 315 – Mit dieser Mitgliederzahl ist der FC Bayern der größte Sportclub der Welt. Zuvor war Benfica Lissabon mit 235 000 Mitgliedern als Nummer 1 der Welt geführt worden.

 

 

28,5 Millionen – Mindestens 28,5 Millionen Euro hat Uli Hoeneß an Steuern hinterzogen. Der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

 

 

100 Millionen – Nach einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft zahlte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone die Rekordsumme von 100 Millionen Dollar (umgerechnet rund 82 Mio Euro). Im Gegenzug wurde der Schmiergeldprozess gegen ihn eingestellt. Darin ging es um eine dubiose Millionenzahlung an den BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky. Ecclestone bleibt ein freier Mann – und an der Spitze der Formel 1.

 

Adidas im Hoch, Bayern LB klagt

 

528,7 Millionen – Mit dem nächsten Rekord-Umsatz von 528,7 Millionen Euro durchbrach der deutsche Fußball-Meister FC Bayern eine besondere Marke. Unter dem Strich blieben 16,5 Millionen Euro. Mit einem Eigenkapital von 405 Millionen Euro haben die Münchner auch genug auf der hohen Kante.

 

 

2 000 000 000 – Dank der WM wird der Sportartikelhersteller Adidas in diesem Jahr mehr als zwei Milliarden Euro mit Fußballprodukten umsetzen. Damit übertrifft das fränkische DAX-Unternehmen den Spitzenwert aus dem EM-Jahr 2012 (1,7 Milliarden Euro) wie auch das vorherige WM-Jahr 2010 (1,5 Milliarden Euro). Den Erfolg in der Fußball-Sparte hebt das Unternehmen besonders hervor, weil ihm Konkurrent Nike bei den Fußballschuhen selbst im Heimatmarkt Deutschland gefährlich nah auf die Pelle gerückt ist. Dass bei den erfolgsverwöhnten Franken nicht alles rund läuft, zeigt eine zweite Zahl: Kurz nach der Weltmeisterschaft veröffentlichte Adidas eine Gewinnwarnung. Danach wird der Überschuss heuer nur noch etwa 650 Millionen Euro betragen.

 

 

2 400 000 000 – 2,4 Milliarden Euro fordert die BayernLB von ihrer früheren Tochter Hypo Group Alpe Adria. Weil die Landesbank seit einem Zahlungsstopp aus Österreich vergeblich auf das Geld wartet, streiten die Parteien darüber seit einem Jahr vor Gericht. Aus Sicht der BayernLB handelte es sich um Kredite, die HGAA betrachtete es als Eigenkapital.

 

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