München: Ex-Vorstand Gribkowsky zahlt elf Millionen Euro an BayernLB

Der verurteilte ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky hat der Landesbank nach einem Bericht des „Manager Magazins“ elf Millionen Euro gezahlt. Das Geld stamme aus dem Vermögen der Salzburger Sonnenschein-Stiftung von Gribkowsky, berichtete das Magazin (Erscheinungsdatum: 20. Februar).

 

Die BayernLB wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern. Gribkowskys Anwalt Daniel Amelung bestätigte lediglich, dass eine „umfangreiche Schadenswiedergutmachung“ geleistet worden sei.

 

Mit der Zahlung werde die Bank zumindest teilweise dafür entschädigt, dass Gribkowsky die Rechte der BayernLB an der Formel 1 an die Investmentgesellschaft CVC günstig verkauft und dafür 44 Millionen Dollar von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone eingesteckt habe, hieß es. Normalerweise sei Stiftungsvermögen unantastbar, es sei denn, mit Billigung des Stiftungsgründers werde ein neuer Vorstand gewählt, der das Geld auszahlt. Dies sei im Fall Gribkowsky geschehen.

 

Gribkowsky war 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die dubiose Zahlung brachte im vergangenen Jahr auch Ecclestone vor Gericht. Da ihm eine Bestechung aber nicht nachgewiesen werden konnte, wurde der Prozess gegen eine Rekordzahlung von 100 Millionen Dollar eingestellt.

 

Steuerberater des Ex-Bankers Gribkowsky verurteilt

 

Der Steuerberater des früheren BayernLB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky ist wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurden. Zusätzlich muss der Österreicher 180 000 Euro an die Staatskasse zahlen, wie die 5. Strafkammer am Landgericht München am Mittwoch entschied. Nach Überzeugung der Richter hatte der Steuerberater zumindest billigend in Kauf genommen, dass der  ehemalige BayernLB-Vorstand Millionenzahlungen von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone vor dem deutschen Finanzamt versteckt hatte.

 

Mit dem Urteil blieb der Vorsitzende Richter Peter Noll unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre Haft zur Bewährung und 250 000 Euro Geldauflage gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Beide Seiten können Revision gegen die Entscheidung einlegen.

 

Gribkowsky war 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er zugegeben hatte, beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit der BayernLB heimlich 44 Millionen Dollar von Ecclestone eingesteckt zu haben. Die dubiose Zahlung brachte im vergangenen Jahr auch Ecclestone vor Gericht. Da ihm eine Bestechung aber nicht nachgewiesen werden konnte, wurde der Prozess gegen eine Rekordzahlung von 100 Millionen Dollar eingestellt.

 

rg / dpa