Helferin hält Spritze in ihrer Hand

München: Huml wirbt vor Urlaubssaison für Impfungen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat gewarnt, rechtzeitig vor einem Auslandsurlaub auf einen ausreichenden Impfschutz zu achten. Vor allem bei Fernreisen ist eine medizinische Beratung sinnvoll.

 
 
Huml betonte am Montag: „Insbesondere bei Fernreisen sind eine sorgfältige Vorbereitung und eine reisemedizinische Beratung notwendig. Auch vor vielen Infektionen können sich Urlauber mit einer medikamentösen Vorsorge oder Impfung schützen.“
 

 
Die Ministerin erläuterte: „Je nach Reiseland gelten unterschiedliche Empfehlungen. Über die empfohlenen Impfungen oder weitere Vorsorgemaßnahmen kann man sich insbesondere bei Fachärzten für Reise- und Tropenmedizin, beim Hausarzt, in den Tropeninstituten oder beim Gesundheitsamt beraten lassen. Hier können sich Reisende auch über weitere Vorsorgemaßnahmen vor einem Urlaub in bestimmten Ländern informieren – beispielsweise über den Schutz vor Insektenstichen.“ Huml ergänzte: „Wer in den Urlaub fährt, sollte zudem eine gut ausgestattete Reiseapotheke dabei haben. Der Umfang kann im Rahmen der reisemedizinischen Beratung angesprochen werden.“
 
 

Insbesondere in tropischen Gebieten stellen Krankheiten, die durch Insekten übertragen werden, ein Gesundheitsrisiko dar. So gehen letzte Schätzungen der WHO davon aus, dass weltweit im Jahr 2013 etwa 584.000 Todesfälle auf Malaria zurückzuführen sind, die meisten davon bei Kindern unter fünf Jahren in Afrika. Im Jahr 2014 wurden allein in Bayern 227 Malaria-Erkrankungen gemeldet, die vor allem aus Afrika und Asien importiert worden waren. Aber auch im südeuropäischen Raum ereigneten sich in den vergangenen Jahren regionale Ausbrüche von gefährlichen Infektionskrankheiten, die von Insekten übertragen werden.
 

 
Das Robert Koch-Institut empfiehlt zudem, sich über aktuelle gesundheitliche Risiken auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu informieren.