Ein fünfstelliger Bargeldbetrag wurde gestohlen

München: HypoVereinsbank will 500 Millionen Euro für DAB

Der mögliche Verkauf der Direktbank DAB rückt einem Bericht zufolge näher. Nach einer ersten Sondierung des Marktes habe die HypoVereinsbank (HVB) als Muttergesellschaft den Verkaufspreis bei 500 Millionen Euro angesetzt. Dies schreibt das „Handelsblatt“ (Montag) unter Berufung auf Finanzkreise.

 

In Kürze solle mit der Einrichtung eines „Datenraums“ die nächste Phase für einen Verkauf beginnen. Die Preisvorstellung soll laut „Handelsblatt“ den einen oder anderen Bieter verschreckt haben. Die HVB-Spitze sei aber weiter optimistisch, dass der Verkauf gelingt. An der Börse wird die DAB derzeit mit knapp 355 Millionen Euro bewertet.

 

Kaufinteresse von ausländischen Kreditinstituten

 

Die Konzernmutter wollte sich in der Zeitung nicht konkret zu den Informationen äußern. „Marktgerüchte kommentieren wir nicht“, sagte eine Sprecherin. „Grundsätzlich analysieren wir als Bank laufend unsere Beteiligungen. Dazu gehört es auch, strategische Optionen zu prüfen – einschließlich möglicher Zukäufe und Verkäufe.“

 

Erst vor kurzem hatte die HVB – ihrerseits eine Tochter der italienischen Unicredit – die Großbank Morgan Stanley beauftragt, den Markt für die DAB auszuloten. Interesse sollen vor allem ausländische Institute haben, die ins deutsche Privatkundengeschäft einsteigen wollen. Auch die Commerzbank-Tochter Comdirect hatte sich zuletzt interessiert gezeigt.

 

RG / dpa