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München: 51-Jähriger stirbt in Ausnüchterungszelle

In einer Münchner Polizeidienststelle ist ein 51-jähriger Mann gestorben. Vermutlich war eine Alkoholvergiftung der Grund für seinen Tod. Laut Polizeibericht sei der Gesundheitszustand des Mannes im 15-Minuten-Takt überprüft worden.

 

Pressebericht der Polizei:

 

Am Mittwoch, 08.04.15, gegen 14.15 Uhr, wurde über Notruf die Einsatzzentrale der Polizei München als auch die Integrierte Leitstelle darüber informiert, dass am Marienplatz vor dem dortigen Brunnen eine stark angetrunkene männliche Person liegen würde.

 

Im Beisein von Beamten der Polizeiinspektion 11 begutachteten daraufhin Angehörige des verständigten Rettungsdienstes den stark angetrunkenen 51-jährigen Mann. Bei der Untersuchung wurden vom Rettungsdienst keine Gründe gefunden, die eine Überführung der Person in ein Krankenhaus notwendig gemacht hätte.

 

Aus diesem Grund wurde der betrunkene Mann (auf Grund seines hilflosen Zustandes) von der Polizeistreife in Gewahrsam genommen, um ihn einer überwachten Ausnüchterung in einer Haftzelle zuzuführen. Der 51-Jährige leistete keinerlei Widerstand und musste auch während des Transportes nicht fixiert werden.

 

Auf der Polizeiinspektion ließen die Beamten ordnungsgemäß die Gewahrsamnahme durch den Ermittlungsrichter telefonisch bestätigen. Der Betrunkene wurde in der Haftzelle schlafend durch die diensthabenden Beamten in angemessenen Zeitabständen (ca. alle 15 Minuten) kontrolliert. Bei einer Nachschau um 16.15 Uhr wurde der 51-Jährige mit blau angelaufenem Gesicht auf der Seite liegend aufgefunden.

 

Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden sofort eingeleitet. Die Herz-Druck-Massage wurde bis zur Übernahme durch den verständigten Notarzt aufrechterhalten und von diesem dann weitergeführt. Die ärztliche Reanimation stellte der anwesende Notarzt um 16:50 Uhr leider erfolglos ein. Der 51-Jährige war in der Haftzelle verstorben. Die Leichenschau erfolgte vom forensischen Leichenschaudienst München.

 

Das Kommissariat 12 der Polizei München übernahm vor Ort die Ermittlungen. Es ergaben sich keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden. Als vorläufig festgestellte Todesursache wurde von den Medizinern eine Alkoholintoxikation definiert. Die Obduktion des Verstorbenen wird am Donnerstag, 09.04.2015, im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt.

 

 

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