München: Innenminister Herrmann sauer auf Hungerstreik-Sprecher

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dankt Münchner Polizei für besonnenen Einsatz am Sendlinger Tor Platz – „Äußerungen vom Sprecher der Streikgruppe über lustiges Katz- und Maus-Spiel sind eine bodenlose Frechheit“

 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den rund 500 Polizisten, den Sanitätern und Feuerwehrleuten, die zur Beendigung des Hungerstreiks am Sendlinger Tor Platz in München im Einsatz waren, für ihr geduldiges, besonnenes und professionelles Verhalten gedankt.

Zugleich kritisierte der Minister den Sprecher und offensichtlichen Rädelsführer des Hungerstreiks, der laut Berichterstattung des Münchner Merkur gesagt hatte, die Aktion sei auch ein lustiges Katz- und Maus-Spiel mit der Polizei gewesen.

 

Herrmann: „Das ist eine bodenlose Frechheit, eine Zumutung für die Polizei und für die Einsatzkräfte, die Menschenleben zu schützen haben. Für einige der Hungerstreikenden bestand ernsthafte Gefahr für Leib und Leben. Die Einsatzkräfte und die Münchner Polizei haben dafür gesorgt, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Es ist zynisch und menschenverachtend, hier von einem ‚lustigen Katz- und Maus-Spiel‘ zu sprechen. Solche Äußerungen schaden auch all jenen, die zu Recht um Asyl in Deutschland bitten.“

 

Herrmann dankte auch Bayerns Sozialministerin Emilia Müller und dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter für ihr umsichtiges Agieren. „Ich teile auch die Auffassung des Münchner OB, dass bei vielen Münchnern die Flüchtlinge mit ihrem radikalen Protest auf Unverständnis gestoßen sind und dass solche Aktionen auch den Rechtsextremisten Munition geben.“ Herrmann rief die Asylbewerber dazu auf, sich nicht von den wenigen, offensichtlich gut organisierten Rädelsführern, die immer wieder in der ganzen Republik einzelne Aktionen anzetteln, vereinnahmen zu lassen.

 

rg / innenministerium