In der Metall- und Elektroindustrie wird dringend nach Auzubildenden gesuch

München: Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber in der Metall- und Elektroindustrie

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber stellen in diesem Jahr mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung als sich junge Menschen bewerben.

 

„Die Übernahmechancen sind glänzend“, warb der Hauptgeschäftsführer des Verbands bayme vbm, Bertram Brossardt, am Freitag in München um Kandidaten. Für das im September beginnende Ausbildungsjahr erwartet der Verband einen Zuwachs der Ausbildungsverträge um 1,7 Prozent auf 14 450.

 

„Wir gehen davon aus, dass sich die Ausbildung in der Metall- und Elektro-Industrie in Bayern auf einem hohen Stand halten wird“, ergänzte Brossardt mit Blick auf das Ausbildungsjahr 2016. Zugleich werde die Übernahmequote der Ausbildungsabsolventen von 96 Prozent im Jahr 2015 auf 98 Prozent im Jahr 2016 steigen.

 

Unternehmen finden keine geeigneten Bewerber

 

Die Branche klagt zunehmend darüber, dass sie ihre Lehrstellen nicht besetzen kann – allein in diesem Ausbildungsjahr werden bis zu 1500 Stellen unbesetzt bleiben. Als Grund gab knapp die Hälfte der befragten Unternehmen an, sie habe keine geeigneten Bewerber finden können. Rund 40 Prozent konnten ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen, weil sich gar nicht erst jemand beworben hatte. Die Jugendlichen konzentrierten sich trotz 330 verschiedener Ausbildungswege auf nur einige wenige Berufe, kritisierte Brossardt. „Wir brauchen eine bessere am Arbeitsmarkt ausgerichtete Berufsorientierung in den Schulen.“

 

 

rg / dpa