München: Mit 135 km/h durch den Altstadtringtunnel

Quietschende Reifen, eine 18 Meter lange Reifenspur und 135 km/h im Altstadtringtunnel – die Polizei musste eingreifen.
Nun droht dem Fahrer ein Bußgeld und Fahrverbot, trotz einer „schmerzhaften“ Ausrede.

 

Am Sonntag, 17.05.2015, gegen 22.15 Uhr, fiel einer Polizeistreife in der Einfahrt zum Altstadtringtunnel ein Mercedes auf, der mit quietschenden Reifen wendete, sodass sein Fahrzeug dabei quer stand.
An der Ampel spielte er mit dem Gaspedal und rückte so mit seinem Fahrzeug immer stückweise ein paar Zentimeter vor.
Als die Ampel auf Grün schaltete gab er Vollgas. Dabei hinterließ er eine Reifenabriebspur von 18 m Länge und beschleunigte sein Fahrzeug. Laut Tacho des Polizeifahrzeuges erreichte er einen Spitzenwert von 135 km/h.
Nach Abzug der Messtoleranz bleibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 115 km/h. Erlaubt sind an dieser Stelle 50 km/h. Somit war der Mercedesfahrer um 65 km/h zu schnell.
Bei der anschließenden Kontrolle durch die Polizeibeamten am Maximiliansplatz konnte der Fahrer weder ein Ausweisdokument noch seinen Führerschein vorweisen.
Bei der Wohnungsnachschau zeigte der Fahrer seinen gültigen Führerschein vor. Als Grund für sein unverantwortliches Fahrverhalten nannte er die vermeintlichen Bauchschmerzen seiner auf dem Beifahrersitz befindlichen Freundin.
Seine Freundin war während der Kontrolle bester Laune und zu Scherzen aufgelegt. Das Angebot der Polizeibeamten wegen der Bauchschmerzen einen Rettungsdienst anzufordern, lehnte sie ab. Ob die Bauchschmerzen im Zusammenhang mit dem Fahrstil ihres Freundes stehen, konnte von den Polizeibeamten nicht in Erfahrung gebracht werden.
Den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld von 970 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

 

Hinweis der Münchner Polizei:

 

Die Münchener Verkehrspolizei wird deshalb zur Erhöhung der Verkehrssicherheit weiterhin gezielt Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen und festgestellte Verstöße konsequent ahnden.

 

rg / Polizei