© Symbolfoto einer Demo in München

München: Mit Pfeifkonzert gegen Pegida-Demo

Die Pegida-Reden gingen im gellenden Pfeifkonzert unter: Etwa 1000 Menschen haben am Montagabend in München lautstark gegen eine Versammlung von rund 400 Anhängern des fremden- und islamfeindlichen Bündnisses demonstriert.

 

Die Pegida-Demonstration war die erste in München nach der Silvesternacht, als eine Terrordrohung die Bewohner der Landeshauptstadt verunsicherte und in Köln zahlreiche Frauen attackiert und sexuell bedrängt wurden.

 

Etwa 500 Polizeibeamte sicherten Anfangs- und Schlusskundgebung sowie den Umzug durch die Münchner Innenstadt. Den Pegida-Anhängern stellte sich das Bündnis «München ist bunt» entgegen, auch die Antifa organisierte einen Protestzug.

 

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung zeigte sich Micky Wenngatz, die Organisatorin von „München ist bunt“ allerdings „empört und aufgebracht“, da die Polizei die Gegendemonstranten nicht überall dort protestieren ließ, wo sie es wollten – die Beamten hätten Demonstranten sogar vom Odeonsplatz weggeschickt. „Der Platz gehört Pegida“, habe ein Polizist zu Teilnehmern von „München ist bunt“ gesagt. Tatsächlich sei es eine Auflage des Kreisverwaltungsreferats gewesen, dass „München ist bunt“ nicht am Odeonsplatz, sondern am nahen Platz der Opfer des Nationalsozialismus ihre Plakate entrollt, so die Münchner Polizei.

 

Trotz einer emotional aufgeheizten Stimmung kam es zunächst nicht zu Zwischenfällen, allerdings lieferten sich die beiden Parteien über die Absperrgitter hinweg heftige Wortgefechte. Darüber hinaus wurde die Route des Pegida-Umzuges aufgrund von Sitzblockaden umgeleitet. Fünf Menschen wurden nach Polizeiangaben vorläufig festgenommen, ein Teilnehmer erlitt leichte Verletzungen.