Flüchtlinge sitzen in einer Reihe auf einer Bank, © Arbeitsministerin Emilia Müller setzt sich für ein Job-Programm für Flüchtlinge ein

München nimmt mehr Flüchtlinge auf: Alle Stadtteile helfen mit

Rund 200000 Flüchtlinge kommen wohl im ganzen Jahr 2014 in Deutschland an. Bayern nimmt davon 15,2 Prozent auf, also über 30000 Menschen – 5000 davon sollen in München unterkommen.

Das sind noch einmal 1000 mehr als bisher schon da sind. Der Stadtrat will sie in München gut aufgehoben wissen.

Jeder Stadtteil soll seinen Anteil bekommen

In diesem Jahr muss die Stadt 500 neue Plätze für Flüchtlinge schaffen – dafür haben der Stadtrat und das Referat für Migration und Wohnen schon 21 Gebäude an verschiedenen Orten in der Stadt konkret im Auge.

Insgesamt kämen 80 Objekte laut Stadtrat in Frage. Bei zehn mussten die Verantwortlichen die Pläne aber wegen Untauglichkeit schon wieder aufgeben.

Die Zeit aber drängt: 2014 kommt die Stadt München mit der Quote an Plätzen, die sie laut Gesetz anbieten muss, noch hin, aber schon 2015 werden wieder so viele aus den Krisengebieten kommen, dass über 2000 neue Plätze her müssen.

 

 

Das Sozialreferat, unter dessen Federführung die gesamte Planung steht, will die einzelnen Stadtteile gleich stark mit neuen Einrichtungen bestücken.

Auch wenn bald überall in München Erstaufnahmeeinrichtungen stehen könnten, appelliert die Stadt an das Verständnis der Bürger:

„Abgesehen von der gesetzlichen Verpflichtung, bei der Flüchtlingsunterbringung mitzuwirken, ist es auch ein Akt der Humanität, dass wir diese Menschen in unsere Stadtgesellschaft gut aufnehmen. Wir bitten alle Verantwortlichen in den Bezirken und alle Bürgerinnen und Bürger, diesen Prozess konstruktiv zu begleiten“, heißt es in der offiziellen Meldung aus dem Rathaus.

 

 

Das kommt auf die Münchner zu

Am 09. Oktober steht eine Entscheidung im Stadtrat an.

Dann soll feststehen, wo die ersten über 1000 neuen Plätze für Flüchtlinge entstehen. Anwohner bekommen dann vorher von der Stadt einen Brief, in dem sie alles nachlesen können.

Finanzieren muss den Ausbau der Unterbringungsorte die Stadt. Ursprünglich waren dafür rund 20 Millionen Euro eingeplant, das wird aber sicher nicht reichen. Momentan ist von rund dem Doppelten die Rede.

Die Flüchtlinge notbehelfsmäßig in Sporthallen oder Zelten unterzubringen, das schließen das Kommunalreferat, das Referat für Bildung und Sport, das Planungsreferat, das Sozialreferat, die Stadtkämmerei, die Branddirektion, die Regierung von Oberbayern und die Immobilien Freistaat Bayern aus.

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adc