München: Opernfestspiele am Wochenende

An diesem Wochenende beginnen die Münchner Opernfestspiele. Der Startschuss fällt am Samstag mit der Festspielnacht, bei der es zahlreiche Musik-Events in der ganzen Stadt gibt – und Reden von Opernintendant Nikolaus Bachler und Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU).

 

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Den ersten Höhepunkt der Festspiele gibt es am 28. Juni. Dann steht die Premiere von Gioachino Rossinis «Guillaume Tell» auf dem Programm – in einer Inszenierung des jungen Regisseurs Antú Romero Nunes, der in der Kritikerumfrage der Zeitschrift «Theater heute» zum Nachwuchsregisseur des Jahres 2010 gewählt wurde. «Etwas anderes als Theater wollte ich nie machen», schreibt Nunes in der «Süddeutschen Zeitung». «Es ist der einzige Ort, an dem mich ein 70-jähriger Mann morgens zum Lachen bringt – wo wäre das in Deutschland sonst so?»

Ungewöhnlich für Bayerische Staatsoper und vor allem die Opernfestspiele: Für diese Premiere, die im Rahmen von «Oper für alle» auch per Leinwand auf dem Opernvorplatz zu sehen ist, gab es laut Bestellformular im Internet rund eine Woche vorher tatsächlich noch einige Restkarten – ganz im Gegenteil zur Aufführung von «Macbeth» einen Tag vorher. Die Inszenierung von Martin Kusej ist zwar nicht neu, dafür steht aber diesmal niemand geringeres als Anna Netrebko in der Rolle der Lady Macbeth auf der Bühne.

Die zweite Neuproduktion der Festspiele, Claudio Monteverdis «L’Orfeo», feiert am 20. Juli im Prinzregententheater Premiere. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ivor Bolton, Regie führt David Bösch. Im «Programm Junges Publikum» werden außerdem in der Reithalle die Premieren der Opern «Die Flut» von Boris Blacher und «Zeisls Hiob» von Erich Zeisl und Jan Duszynski gezeigt.

«Oper für alle» heißt es auch beim Festspiel-Konzert am 12. Juli auf dem Marstallplatz. Dabei stehen Werke von Jubilar Richard Strauss im Mittelpunkt.

 

 

Das Bayerische Staatsorchester spielt dabei unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan neben den beiden Tondichtungen «Till Eulenspiegels lustige Streiche» und «Ein Heldenleben» Orchesterlieder des Komponisten. Den Solopart übernimmt dabei die Sopranistin Diana Damrau.

dpa