München: Red Bulls unterliegen im ersten Viertelfinalspiel mit 0:4

Der EHC Red Bull München hat den Viertelfinalauftakt gegen die Grizzly Adams Wolfsburg mit 0:4 (0:0|0:3|0:1) verloren. Wolfsburg führt in „best-of-seven“-Serie nun mit 1:0.

 

Vor 3.735 Zuschauern gehörte die Startphase den Red Bulls, denen jedoch in sieben Minuten Überzahl im ersten Abschnitt kein Treffer gelang. Spätestens im zweiten Drittel waren die Gäste in der Partie angekommen. Mit starker Defensive und eiskalter Chancenverwertung zogen die Wolfsburger auf 3:0 davon. Im letzten Abschnitt mühten sich die Münchner, mussten aber kurz vor Schluss einen Empty-Net-Treffer zum 0:4-Endstand hinnehmen. Durch die Niederlage liegen die Red Bulls in der „best-of-seven“-Serie mit 0:1 hinten.

 

Der EHC Red Bull München kam gut in die Partie und erspielte sich ein optisches Übergewicht. Die erste Möglichkeit für München hatte Matt Smaby, der einen flachen Schuss von Daniel Sparre abfälschte (4.). Auf der Gegenseite prüfte Jeffrey Likens Münchens Goalie Florian Hardy mit einem Schlagschuss (7.). In der neunten Minute passte Francois Méthot direkt auf David Meckler, der aus zentraler Position knapp verzog. Die Gäste kamen nun besser ins Spiel. Erneut war es Jeffrey Likens, der freistehend an Hardy scheiterte (12.). Nachdem Wolfsburgs Nicholas Schaus nach einem Check gegen Yannic Seidenbergs Kopf eine Spieldauerstrafe kassierte, durften die Red Bulls fünf Minuten in Überzahl spielen. Die Niedersachsen verteidigten allerdings stark und ließen keine Münchner Chance zu, so dass es torlos in die erste Pause ging.

 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Beide Teams mühten sich, kamen aber selten zu guten Abschlüssen. Alex Bartas Schuss in der 22. Minute war sichere Beute für Grizzly-Schlussmann Felix Brückmann. So musste eine Einzelaktion für den ersten Treffer herhalten. Christoph Höhenleitner zog von links vor das EHC-Gehäuse und prüfte Hardy aus spitzem Winkel. Der parierte zunächst, war dann allerdings beim Volley-Nachschuss Höhenleitners machtlos (25.). Die Red Bulls brauchten drei Minuten, dann hatte Alex Barta nach schönem Pass von Richie Regehr den Ausgleich auf dem Schläger. Brückmann stand jedoch richtig. Die Münchner fanden kein Mittel gegen die stabile Verteidigung der Gäste. Und die zeigten sich ihrerseits eiskalt vor dem Tor. In der 32. Minute verdoppelte Vincenz Mayer die Führung. Er reagierte im Slot am schnellsten, drehte sich um die eigene Achse und traf flach zum 2:0. Der Treffer schockte die Gastgeber und Wolfsburg nutzte dies. Zunächst scheiterte Tyler Scofield mit einem Alleingang an Florian Hardy (34.). Drei Minuten später machte er es dann besser und lenkte eine scharfen Pass unhaltbar zum 3:0 für die Gäste ab.

 

Die Münchner kämpften zwar, es gelang aber auch im Schlussabschnitt nur wenig. Wolfsburg spielte abgezockt und war bei den wenigen Abschlüssen stets gefährlich. Nur die Latte des Münchner Tores verhinderte nach einem Handgelenkschuss von Armin Wurm den vierten Treffer der Grizzly Adams (44.). Und die Red Bulls suchten weiterhin die Lücke meist vergeblich. Die Gäste waren einem Treffer näher, scheiterten aber immer wieder am guten Florian Hardy. In der 55. Minute setzte EHC-Coach Don Jackson in Überzahl alles auf eine Karte und nahm seinen Goalie vom Eis. Doch bei diesem Spiel klappte einfach nichts: Jeffrey Likens eroberte die Scheibe und traf mit der Rückhand aus der eigenen Zone ins leere Tor zum 0:4-Endstand.

 

rb / rg