Kleiner süßer Hund Welpe — © In der Ferienzeit setzen vermehrt Hundebesitzer ihre Vierbeiner einfach aus.
In der Ferienzeit setzen vermehrt Hundebesitzer ihre Vierbeiner einfach aus.

München: Schon wieder - Hundewelpenverkauf am Hauptbahnhof

Am Freitag unterbanden Beamte der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof einen illegalen Verkauf eines Hundewelpen. Der Spitz war gerde einmal 8 Wochen alt und hatte keinen gültigen Impfschutz.

 

Gegen 15:30 Uhr waren einer Streife am Querbahnsteig vier Personen aufgefallen. Eine 24-jährige Deutsche hielt einen augenscheinlich erst wenige Wochen alten Welpen auf dem Arm. Nachfragen ergaben, dass die Frau den Hund kurz zuvor von zwei der anderen Personen, einer 26-jährigen und einem 43-jährigen Ungarn, gekauft hatte. Für 650 Euro sollte der, laut Verkäuferangaben, 12 Wochen alte Akita Inu (Japanischer Spitz) am Hauptbahnhof verkauft werden. Das Tier war zuvor mit dem Auto von Ungarn nach München transportiert worden. Mitgeführte Dokumente ergaben, dass der Welpe erst 8 Wochen alt war und keinen gültigen Impfschutz besitzt. Ob die Dokumente echt waren, konnte noch nicht geklärt werden.

 

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Gegen die beiden Ungarn wird nun aufgrund der unerlaubten Einfuhr des Welpen ins Bundesgebiet wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Dabei handelt es sich nach § 17 um eine Straftat, die mit drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht ist.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Ankauf von Hunden auf der Straße oder Bahnhöfen! Die Übergabe sollte unbedingt beim Züchter erfolgen. Nie an neutralen Orten.

 

In den meisten Fällen handelt es sich um einen illegalen, gewissenlosen Tierhandel. Welpen werden unter tierschutzwidrigen Umständen – ohne Impfung, ohne Ausweis und in der Regel viel zu früh von der Mutter getrennt – angeboten. Die Aufzucht erfolgt meist unter unwürdigen Verhältnissen. Papiere sind meist gefälscht. Vorsicht bei vermeintlich preiswerten Angeboten. Tierarztkosten eliminieren recht schnell den günstigen Schnäppchenpreis.

 

Keinesfalls sollte ein Welpe aus Mitleid gekauft – stattdessen umgehend die Polizei verständigt werden.

 

Weitere Informationen zum illegalen Handel mit Hundewelpen gibt es im Internet auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter www.bmel.de.

 

RG / Polizei

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