München: Sonderisolierstation für mögliche Ebola-Fälle eingerichtet

Bayern ist für die mögliche Ankunft eines Ebola-Patienten gerüstet. Die sogenannte Sonderisolierstation im Klinikum Schwabing in München könne im Ernstfall binnen vier Stunden hochgefahren und vollständig ausgerüstet werden, berichteten die verantwortlichen Ärzte am Donnerstag in München.

 

Sollte es im Freistaat einen Fall geben, würde er dort behandelt. Auch Salzburg und Innsbruck gehören zu dem Gebiet, das die Station versorgen würde. Bisher habe es aber keinen Verdachtsfall gegeben, hieß es.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Station in Anspruch genommen werde, sei aber relativ gering, sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin, Clemens Wendtner. Denkbar wäre, dass wie bei dem Hamburger Patienten die WHO um Aufnahme eines Erkrankten bittet. Nicht ausgeschlossen sei auch, dass sich ein deutscher Helfer in den Ebola-Gebieten infiziert und behandelt werden muss. Für extrem unwahrscheinlich halten es die Ärzte, dass ein Tourist sich anstecken und erkranken könnte. Es gebe in den betroffenen Gebieten derzeit keinen Tourismus.

 

Insgesamt gibt es den Angaben zufolge in Deutschland acht Zentren mit 50 Behandlungsplätzen, davon 37 mit Intensivausrüstung. Zwei Zentren für Ebola-Patienten befinden sich allein in Schwabing, um dort zukünftig schnellstmöglich behandeln zu können.

 

 

Rg / dpa