Flüchtlingsprojekt „Bellevue di Monaco“ kann starten, © Flüchtlingsprojekt „Bellevue di Monaco“ kann starten

München: Stadt gibt grünes Licht für „Bellevue di Monaco“

Der Stadtrat hat beschlossen, das Grundstück an der Müllerstraße 2 bis 6 an die gemeinnützige Sozialgenossenschaft „Bellevue di Monaco“ in Erbbaurecht auf 40 Jahre zu vergeben. Dort sollen nun ein Begegnungszentrum und Wohnungen für Flüchtlinge enstehen.

 

Mit einem freudigen „HURRAAAHHH! Bellevue kann starten!“ und einem grünen Haus, das auf einer Rakete festgeschnallt ist, wurde die gute Nachricht über die Homepage des Integrationsprojekts „Bellevue di Monaco“ verbreitet.

 

Am Mittag hatte der Stadtrat mit überwältigender Mehrheit in einer nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, dass aus den ehemaligen Abbruchhäusern der Müllerstraße 2 bis 6 ein Begegnungszentrum sowie Unterkünfte für Flüchtlinge entstehen dürfen – und das mitten in der Münchner Altstadt.

 

Die Laufzeit des Erbbaurechts beträgt 40 Jahre, außerdem erhält die Sozialgenossenschaft von der Landeshauptstadt einen einmaligen Sanierungszuschuss von 1,7 Millionen Euro. Auch das wurde in der Sitzung am Mittwoch beschlossen.

 

In der Müllerstraße 2 und 6 soll es verschiedene Beratungs- und Hilfsangebote für Flüchtlinge geben, die in einem Infocafé und Kulturräumen stattfinden sollen. Der Cafébetrieb soll nach den Plänen gemeinsam mit Flüchtlingen organisiert werden. In den Häusern 4 und 6 werden demnach junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund wohnen und von der Jugendhilfe betreut. Darüber hinaus sollen nach Plänen von „Bellevue di Monaco“ sechs Wohnungen für Familien und Alleinerziehende mit Fluchthintergrund entstehen.

 

Geplant sind beim Projekt „Bellevue di Monaco“ außerdem Kulturveranstaltungen und Diskussionsrunden. Vorbild für das Leuchtturmprojekt, wie es Till Hofmann von „Bellevue di Monaco“ nennt, sind das „Integrationshaus“ in Wien und das „Grandhotel Cosmopolis“ in Augsburg, wo aus einem ehemaligen Altenheim ein Haus für Flüchtlinge und Hotelgäste, für Kunst und Kultur wurde.