München: Städtische Kliniken werden um ein Viertel geschrumpft

Die Unternehmensberater haben nur noch eine Lösung für die angeschlagenen Kliniken parat: Abspecken.

Ein Viertel der Betten soll in den nächsten Jahren aus den Krankenzimmern verschwinden.

Auch Kündigungen – als letzte Lösung – sind nicht mehr undenkbar.

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Unternehmensberater setzen Rotstift an

Damit aber nicht genug:

Die Unternehmensberatung Boston Consulting hat der Stadt geraten, aus bisher 69 Abteilungen in den Kliniken 30 zu machen. Bei dem Umbau soll letztlich das Klinikum in Thalkirchen ganz von Bildfläche verschwinden.

Bogenhausen und Neuperlach sollen dagegen größer werden und mehr Versorgung übernehmen.

Besonders hart wird es außerdem das Klinikum Schwabing treffen:

Von den aktuell noch knapp 900 Betten sollen am Ende noch 200 bis 300 übrig bleiben.

Das ist schmerzlich“, sagt Noch-Oberbürgermeister Ude, „aber die Kunden haben das schon praktiziert“ – indem sie weg und viele Betten leer blieben.

Klinik – Chaos

Die Diagnose „Wirtschaftliches Versagen“ hat bereits der Chefin der Klinik den beruflichen Kopf gekostet.

Auch der Aufsichtsrat war sich unter sich selbst nicht mehr grün. Letztlich sprach das Gremium sogar seinem Vorsitzenden, Hep Monatzeder, das Misstrauen aus.

adc / dpa / az