München: Strafanzeige statt Arbeit in Österreich

Außerplanmäßig endete am Freitag (4. Juli) bereits in München die Österreichreise einer Dominikanerin. Die 26-Jährige hatte bei der Einreisekontrolle am Münchner Airport versucht, die Bundespolizisten mit einem gefälschten belgischen Aufenthaltstitel zu täuschen. Die Beamten nahmen die Frau vorläufig fest.

 

Die dominikanische Staatsangehörige hatte den Bundespolizisten bei ihrer Einreise aus Punta Cana ihren dominikanischen Reisepass und eine belgische Aufenthaltskarte vorgelegt, die sie als Familienmitglied eines EU-Staatbürgers auswies. Zu den Reiseumständen befragt, verstrickte sich die junge Frau zunehmend in Widersprüche. Außerdem stellten die Beamten mit geschultem Auge fest, dass der Reisepass zwar echt, die Aufenthaltskarte aber gefälscht war.

 

Bei der Vernehmung gab die Frau schließlich zu, noch nie in Europa gewesen zu sein und auch keine europäischen Verwandten zu haben. Den belgischen Aufenthaltstitel habe sie vor einem Jahr von einem in Belgien lebenden Landsmann für umgerechnet etwa 1.300 Euro gekauft. Nachdem sie das Geld überwiesen hatte, habe der Unbekannte ihr die Karte per Post zugeschickt. Jetzt sei sie auf dem Weg nach Österreich, wo sie in Zukunft leben und im Reinigungsgewerbe arbeiten wolle.

 

Daraus wurde nichts. Stattdessen musste die Dominikanerin am Sonntagvormittag (6. Juli) mit einer Anzeige wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise im Gepäck nach Punta Cana zurückfliegen.

 

RG / Polizei