München: Strompreise sinken vielerorts in Bayern

Gute Nachrichten verkünden zahlreiche Kommunen im Freistaat: Im Januar sinken vielerorts die Strompreise. Die EEG-Umlage für Ökostrom sowie die Netzkosten seien leicht gesunken, erklärten die Stadtwerke München.

 

Auch die Stadtwerke in Regensburg, Kempten und Würzburg senken die Strompreise. In Nürnberg und Augsburg bleiben die Preise unverändert hoch – in Ingolstadt waren sie schon im September um 5 Prozent gesenkt worden.

 

Der durchschnittliche Zwei-Personen-Haushalt in München mit 2500 Kilowattstunden Verbrauch kann mit einer Preissenkung um 2,5 Prozent rechnen – das bedeutet eine Ersparnis von etwa 18 Euro pro Jahr. Der Grundpreis für Abrechnung, Service und Netznutzung steige zwar – aber der Arbeitspreis für den verbrauchten Strom sinke stärker und damit auch der Strompreis insgesamt.

 

In Kempten kann ein Durchschnittshaushalt nächstes Jahr mit fast 22 Euro weniger Stromkosten rechnen. In Regensburg geht der Preis den Stadtwerken zufolge um 0,18 Cent je Kilowattstunde zurück.

 

Energieversorger fordern Politik zum Handeln auf

 

Bayerns Stromversorger fordern von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Energiewende. „Das Hin und Her der bayerischen Energiepolitik spornt uns nicht gerade an, Geld für neue Projekte in die Hand zu nehmen“, sagte der Vorsitzende des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW), Wolfgang Brandl, am Mittwoch in Rosenheim.

 

Er warnte davor, einseitig auf regenerative Energie etwa aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen zu setzen. „Eine gesicherte Stromversorgung an 365 Tagen rund um die Uhr ist damit nicht möglich“, erläuterte Brandl bei der Fachtagung seines Verbandes.

 

Bayern brauche Versorgungssicherheit für Industrie, Gewerbe und Haushalte. „Dies auch für die Zukunft sicherzustellen, wird die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre der bayerischen Politik in Zusammenarbeit mit der Energiewirtschaft sein“, sagte Brandl. Er sprach sich für einen Mix aus regenerativ und konventionell erzeugtem Strom aus.

 

Den Energiedialog der Staatsregierung unterstützt der VBEW. Die Energiewende sei letztendlich nur im breiten gesellschaftlichen Konsens zu meistern. Der Verband vertritt mit seinen mehr als 350 Mitgliedsunternehmen die bayerische Energiebranche.

 

rg / dpa