Menschen feiern in einer Diskothek

München: Student stört Polizeieinsatz in einer Disco

Eine Gruppe von Passanten hat am Samstagfrüh eine Polizeistreife bei ihrem Einsatz in einer Diskothek gefilmt und behindert. Ein Student wurde von den Beamten daraufhin verhaftet.

 

Kameras werden den Beamten mehrfach direkt vors Gesicht gehalten

 

 

Die uniformierte Polizeistreife war am Samstag, gegen 01.25 Uhr,  zu einem Einsatz wegen Sachbeschädigung in einer Diskothek gerufen worden. Während der Personalienaufnahme der Beteiligten vor dem Haupteingang des Nachtlokals wurden die polizeilichen Maßnahmen durch Passanten gefilmt. Auch nachdem die Beamten darauf hingewiesen hatten, keine Nahaufnahmen zu fertigen, wurde dies ignoriert, indem diesen die Kamera unmittelbar vor’s Gesicht gehalten wurde.

 

Nach Beendigung der Maßnahmen verlangte einer der Filmenden Name und Dienstgrad der Beamten, woraufhin sich ein Wortwechsel ergab, in den sich letztendlich auch der Beschuldigte der Sachbeschädigung einbrachte. Die Beamten wiesen sich daraufhin ihm gegenüber ordnungsgemäß aus. Nach wie vor wurde dieses Geschehen in bedrängender Weise von den Umstehenden gefilmt.

 

 

Student wird nach Platzverweis gefesselt und abgeführt
Als die beiden Beamten die Einsatzörtlichkeit im Dienst-Pkw verlassen wollten, wurde der Streifenwagen durch die filmenden Passanten umringt, sodass er nicht losfahren konnte. Gleichzeitig begannen die Personen mit ihren Handflächen gegen die Fensterscheiben, die Motorhaube und die Türen zu schlagen. Die Beamten stiegen nochmals aus und forderten die Passanten mehrfach auf, den Weg freizumachen, was aber ignoriert wurde.

 

Hierbei stellte sich ein 23-jähriger Student aus München einem der
Beamten in den Weg. Auch ein mehrfach ausgesprochener Platzverweis hielt den jungen Mann nicht von seinem Vorhaben ab und er versuchte sogar den Beamten durch Schieben
abzudrängen. Der 23-Jährige wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt.

 

Nach Belehrung wurde der Student in den Dienst-Pkw verbracht und auf der PI 11 in Sicherheitsgewahrsam genommen. Die solidarische Gruppe, die zuvor filmte, kam
kurze Zeit später ebenfalls zur PI 11 und wollte sich über das Verhalten der Beamten beschweren. Sie wurden an die Beschwerdestelle des Polizeipräsidiums München verwiesen. Nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen
wurde der 23-Jährige gegen 03.00 Uhr wieder entlassen.