Polizeieinsatz mitten in der Natur., © Symbolfoto

München: Taucher ziehen Leiche aus der Isar – Das sagt die Polizei dazu

Taucher haben in München eine Leiche aus der Isar geborgen, die vermutlich schon mehrere Wochen im Wasser trieb. Die Umstände zu dem grausigen Fund werfen viele Fragen auf, denn ein Freund des Opfers soll den jungen Mann gefunden haben. Möglicherweise steckt eine dumme Wette hinter dem tragischen Unglück.

 

Update: Die Münchner Polizei hat zu dem Vorfall einen Bericht herausgegeben, den Sie hier lesen können:

 

Am Donnerstag, 18.06.2015 gegen 16.25 Uhr wurde im Bereich der Corneliusbrücke eine bis dato unbekannte männliche Leiche von einem Passanten aufgefunden. Eine Untersuchung im Münchener Institut für Rechtsmedizin im Laufe des 19.06.2015 ergab nun, dass es sich bei der Person um einen 22-jährigen Dachauer handelt, der bereits seit dem 29.05.2015 als vermisst gemeldet worden ist. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung haben sich nicht ergeben. Die Todesursache ist vermutlich Ertrinken.

 

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wird nun der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung geprüft. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde am Mittwoch, 17.06.2015 bei der KPI Fürstenfeldbruck angezeigt, dass der 22-Jährige, der als Bauarbeiter tätig war, am 22.05.2015 zu seiner Baustelle in der Nähe des Auffindeorts kam. Dort kündigte er gegenüber drei anderen Bauarbeitern an, dass er nun über die Isar schwimmen würde und ging am Ufer hinab.

——-

 

Polizei und Feuerwehr wurden am Donnerstagnachmittag verständigt, dass in der Isar in München eine Leiche im Wasser treibt. Gegen 16:10 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu der Stelle aus und zogen den Leichnahm eines jungen Mannes aus dem Wasser. Vermutlich handelt es sich bei dem Toten um einen 22-Jährigen aus Dachau, der bereits seit dem 22. Mai vermisst wird. Allerdings soll die Vermisstenmeldung erst am 29. Mai erfolgt sein, sagte eine Polizeisprecherin unserem Sender. Bestätigt ist die Identität des Mannes allerdings noch nicht. Eine Obduktion soll im Laufe des Freitags Klarheit bringen.

 

Die Umstände zu dem Leichenfund werfen viele Fragen auf, denn es soll ein Freund des Verstorbenen gewesen sein, der ihn am Donnerstag fand. Vor Ort habe er ausgesagt, dass es sich um den 22-jährigen Vermissten handle.

 

Möglicherweise steckt eine dumme Wette hinter dem Unglück

 

Laut mehreren Medienberichten könnte eine dumme Wette hinter dem Unglück stecken. Am 22. Mai soll der Tote zuletzt gesehen worden sein – bei Bauarbeiten mit seinen Kollegen an der Braunauer Brücke. Dort habe jemand gesagt, wer jetzt ins Wasser springe, bekäme 1000 Euro. Seitdem soll der junge Mann nicht mehr gesehen worden sein. Warum die Vermisstenanzeige erst so spät erfolgte und was an den Geschichten mit der Wette wirklich stimmt, wollte die Polizei bisher nicht sagen. Die Ermittlungen dauern an und weitere Informationen sollen folgen.