München: Weiter tausende Ausbildungsstellen unbesetzt

Der Bewerbermangel in der Ausbildung bereitet der bayerischen Wirtschaft zunehmend Sorgen. Besonders München ist ein Brennpunkt. Mehr als ein Viertel der Ausbildungsplätze bleibt wohl frei.

Obwohl gerade mittelständische Unternehmen dem Azubi-Schwund mit mehr Engagement beim Recruiting solcher, entgegensteuern, sind zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres in den Betrieben der bayerischen Landeshauptstadt noch 2.800 von insgesamt 9.791 angebotenen Lehrstellen frei. Laut Statistik der Arbeitsagentur bleibt damit mehr als ein Viertel unbesetzt. Dem gegenüber stehen nur 1.307 unversorgte Bewerber.

 

Eberhard Sasse, der Präsident der IHK für München und Oberbayern erklärt: „Die Ausbildungsbereitschaft ist ungebrochen. Aufgrund der guten Konjunktur und des absehbaren Fachkräftemangels bieten sie immer mehr Lehrstellen an, es fehlt schlicht an Bewerbern.“

 

Rentenreform spitzt Lage zu

 

Allein bei der Zwischenbilanz der IHK geht hervor: Lediglich 5.200 Jugendliche treten eine Lehre bei IHK-zugehörigen Unternmehmen an – ein deutliches Minus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Der Mangel an Ausbildungsbewerbern ist  ein großes Problem für die Unternehmen, denn „die Azubis von heute, sind die Fachkräfte von morgen“, klagt Sasse. „Der fehlende Nachwuchs beeinträchtigt das Wachstumspotenzial der Betriebe in allen Branchen.“ Der Fachkräftemangel wird gleichzeitig durch die Rente ab 63 weiter verschärft.

 

Es fehlt in allen Branchen

 

Doch was sind die Gründe dafür? Laut Sasse sind sinkende Schulabgängerzahlen und der anhaltende Trend zur Akademisierung dafür verantwortlich. Besonders betroffen sind die Branchen Einzelhandel und Gastronomie, doch selbst Bankkaufleute und Kaufleute im Büromanagement und Mechatroniker fehlen.

 

Bewerbungen und Infos sofort unter: www.ihk-lehrstellenboerse.de

 

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