Christopher Street Day 2015 in München, © Christopher Street Day in München

Münchens CSU auf dem Christopher Street Day mit Festwagen dabei

Das gab es wohl noch nie – Mitglieder der CSU wollen beim Christopher Street Day teilnehmen und das sogar mit einem eigenen Wagen. Selbst Bürgermeister Josef Schmid und Kultusminister Ludwig Spaenle laufen mit.

 

 

Am 09. und 10 Juni wird es in München wieder bunt. Und wo sich manch Erzonservativer bekreuzigt, setzt die CSU dieses Jahr ein Zeichen. Mit eigenem Wagen nehmen die Christsozialen am Christopher Street Day teil. Naja also fast. Denn der Wagen ist eigentlich kein offizielles CSU-Eigentum.

 

Vielmehr hat sich Patrick Slapal, Sprecher und Mitgründer des Münchner lesbisch-schwulen Netzwerks in der Union (LSU) für die Teilnahme stark gemacht und den Truck auch angemeldet. Er spricht nach Angaben der AZ vom „gesellschaftlichen Ziel“ der Gleichstellung, das endlich auch von der CSU verfolgt werden sollte. Auf die Erzkonservativen, die gleichgeschlechtliche Ehen ablehnen, könne und wolle man keine Rücksicht nehmen.

 

Bürgermeister Josef Schmid forderte 2015 bereits das volle Adoptionsrecht für Homosexuelle. Es gilt mittlerweile als glaubwürdiges Anliegen Schmids, mit der Stärkung der LGBT-Szene neue Wählerschichten zu gewinnen. Seine Partei sieht den Ansatz wohl als nicht ganz so stimmig. Kein Problem – Josef Schmid wird bei diesem CSD sowieso wieder mit Oberbürgermeister Dieter Reiter von der SPD die Parade anführen.