München/Wiesbaden: Wort des Jahres ist „Lichtgrenze“

Genau eruiert wurde wohl nicht, wie viele Menschen in Deutschland das Wort „Lichtgrenze“ wirklich in den Mund genommen haben.  Nichtsdestoweniger ist der Begriff, der die Lichtinstallation zum Mauerfall-Jubiläum bezeichnet, das Wort des Jahres 2014.

Platz zwei traf die „Schwarze Null“, auf dem dritten landete „Götzseidank“.

 

Lichtgrenze – politisch korrekterweise Wort des Jahres

„Bahnsinnig“ (GdL-Streik), Willkommenskultur, Social Freezing, Terror-Tourismus, Freistoßspray oder Generation Kopf – das waren Kandidaten für das Wort des Jahres 2014.

Stattdessen hat das Rennen „Lichtgrenze“ gemacht. Zu 25 Jahre Mauerfall hat wohl so der eine oder andere die Installation einmal quer durch Berlin entlang der alten Ost-West-Grenze tatsächlich genannt.

Wie viele genau das Wort gebrauchten oder überhaupt kannten, ist hingegen nicht überliefert.

„Das Wort spiegelt in besonderer Weise die großen Emotionen wider, die das Ende der DDR im Herbst 1989 auch 25 Jahre später noch in ganz Deutschland hervorrief“, begründet die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ihre Entscheidung.

Dass politische Termini die Wahl zum Wort des Jahres gewinnen, ist nichts neues. In den letzten Jahren haben es „Wutbürger“ (2010), Finanzkrise (2008) und GroKo (2013) auf Platz eins geschafft.

 

Mit Platz zwei und Platz drei haben es ein weiteres Politikum und die Welt des Sports unter die Wörter des Jahres geschafft:

 

Schwarze Null

…also das redliche Vorhaben der schwarz-roten Koalition im Bundestag, im kommenden Haushalt keine neuen Schulden mehr machen zu müssen, ist das zweit-2014ste-Wort der Linguisten aus Wiesbaden.

 

Götzseidank

…der Ausruf im Kommentar des WM-Finales nach dem Siegtor zur Weltmeisterschaft von Mario Götze ist zumindest sicher sympathisch genug, um den dritten Platz verdient zu haben.