Hubschrauber der Bergrettung im Einsatz, © Symbolfoto

Münchner bei Lawinenunglück in Italien gestorben

Ein Ski-Ausflug im italienischen Courmayeur endete Donnerstagnachmittag für einen Münchner tödlich. Eine Lawine hatte ihn und seine Begleiter überrascht.

 

Einer der Toten des Lawinenunglücks von Courmayeur im italienischen Aostatal stammt aus München. Er hatte an einer geführten Tour des Veranstalters DAV-Summit-Club teilgenommen, wie Geschäftsführer Manfred Lorenz am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München sagte. Diese Gruppe aus fünf Teilnehmern und einem Bergführer sei am Donnerstagnachmittag bereits auf 1900 Metern Höhe angelangt gewesen, als die Lawine kam. Zwei weitere dieser Gruppe wurden verletzt, sie seien aber nicht in kritischem Zustand. Bei dem Unglück, in das noch andere Skifahrer verwickelt waren, gab es neben dem deutschen auch ein italienisches und ein belgisches Opfer.

 

Die Summit-Club-Gruppe sei in einer nordseitigen Rinne unterhalb der Cresta Youla unterwegs gewesen, die als beliebte Freeride-Abfahrt gilt. Was die Lawine konkret auslöste, werde derzeit untersucht, sagte Lorenz. «Wir haben einen Sachständigen und einen Gutachter bestellt.» Weitere Skifahrer hätten nach der Summit-Gruppe die Abfahrt befahren. Es werde nicht ausgeschlossen, dass eine andere Gruppe gleich an der Bergstation in die Rinne gefahren sei und so die Lawine ausgelöst habe. Die Gruppe des DAV war erst 300 Meter tiefer hineingefahren. Alle Teilnehmer hatten eine umfassende Sicherheitsausrüstung dabei und seien nach 50 Minuten geborgen worden.

 

sb/dpa