Münchner Hochsicherheits-Gerichtssaal Ende des Jahres fertig

Der Hochsicherheits-Gerichtssaal im Münchner Gefängnis Stadelheim wird voraussichtlich Ende des Jahres fertig.

Schon jetzt werde geprüft, wie viel Personal, Wachtmeister und Techniker nötig seien, sagte der scheidende Münchner Oberlandesgerichtspräsident Karl Huber am Donnerstag. Wann genau dort verhandelt werden kann, ließ Huber aber zunächst offen.

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Der Saal soll vor allem für Strafverfahren mit besonderen Sicherheitsanforderungen im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, in Staatsschutzsachen und gegen Mitglieder der Organisierten Kriminalität dienen.

 

Dass das Verfahren um die Morde des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) noch in den neuen Saal nach Stadelheim verlagert wird, glaubt Huber nicht. Auch der neue Gerichtssaal biete nicht mehr Plätze als der Gerichtssaal 101 im Strafjustizzentrum. Dieser war vor zwei Jahren eigens für das NSU-Verfahren umgebaut worden. Huber, der Ende des Monats in Pension geht, hatte den Bau des Saales zu Beginn seiner Amtszeit vor zehn Jahren mit angeschoben.