Münchner OB Reiter verurteilt Terroranschläge als „barbarischen Akt“

München – Im Rahmen der bundesweiten Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer in Paris hat der Münchner Oberbürgermeister die Terroranschläge als „barbarischen Akt“ verurteilt, „den es in der Form kaum zuvor gegeben hat“.

 

 

Mit einem Eintrag ins Kondolenzbuch des französischen Generalkonsulats in Bayern bekundete Dieter Reiter (SPD) am Montag sein Mitgefühl. Nach der Schweigeminute um 12.00 Uhr verharrte er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Josef Schmid (CSU) vor einem Kranz, den die Stadt vor dem Gebäude im Münchner Westend niedergelegt hatte.

 

 

„Meine Gedanken sind nach wie vor bei den Angehörigen, bei den Familien und Freunden der Opfer“, sagte Reiter vor zahlreichen Blumen, Grablichtern und Beileidsbekundungen. „Dass praktisch ungezielt junge Menschen einfach abgeschlachtet werden, soll unseren Lebensnerv treffen.“ Davon dürfe man sich aber nicht einschüchtern lassen. „Sonst hätte der IS gewonnen. Das wollen wir alle sicher nicht.“

 

Der Schweigeminute schlossen sich auch die Bahnbetreiber Meridian, Bayerische Oberlandbahn (BOB) und Bayerische Regiobahn (BRB) an. Alle Züge der drei Netze standen kurz still, wie es in einer Mitteilung hieß. Am Abend des 13. November waren bei Terroranschlägen in Paris mindestens 129 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt worden.

 

Unter den fast 130 Opfern der Pariser Terroranschläge ist auch ein Mann aus Bayern: Der 28-Jährige lebte schon länger in der französischen Hauptstadt. Angehörige sind auf dem Weg nach Frankreich.

 

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Die Muslime in München haben für Freitag zu einer Solidaritätskundgebung für die Opfer des Terroranschlags in Paris aufgerufen.

 

(dpa/lby)