Einzelzelle bei der Polizei München, © Symbolbild

Münchner Polizei bewirbt Haftzelle als Hotel-Zimmer

Die Münchner Polizei bedient sich origineller Mittel zur Abschreckung von Gewalttaten und Trunkenheit. Auf ihrer Facebook-Seite stellt sie nun ihre Haftzelle als Hotelzimmer vor.

 

Hotel-Zimmer und andere Unterkünfte in München sind nicht nur zur Wiesn-Zeit rar gesät oder sehr teuer. Eine Variante der kostenfreien Unterbringung stellt nun die Münchner Polizei vor.
In einem Facebook-Beitrag werben sie mit einem Hotel-Safe, Gepäckraum, einem Aufzug sowie mit einer 24 Stunden am Tag besetzen Rezeption. In den Einzel-, Gruppen- oder Großraum-Nichtraucherzimmern wird sogar ein kostenloser Liefer- und Weckservice in Aussicht gestellt.

 

 

Diese vielversprechenden Attribute geben allerdings nur eine Seite der Medaille wieder. Auf der anderen Seite muss man für diesen unschlagbaren Preis auch qualitative Einbußen in Kauf nehmen. So ist das Badezimmer in den Wohnraum integriert, es gibt keinen Handy-Empfang und ein Verlassen des „Hotels“ ist nur auf Anordnung der Hotelleitung möglich. Ein Gast musste gar einen (Haft-)Richter aufsuchen, um Auschecken zu können.

 

Die Hotelbewertungen zeigen daher auch, dass es schönere Orte zum Nächtigen als dieses Hotel gibt.
0 von 5 Sternen und eine Weiterempfehlungsrate von 0 Prozent, sprechen eine klare Sprache.

 

Auch die 360-Grad-Ansicht des Zimmers zeugt von einem eher minimalistischem Ambiente.

Weder Gäste noch die Polizei können diese Unterbringung weiterempfehlen.