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Münchner S-Bahn-Stammstrecke wieder frei - Nächste Sperrung geplant

Die S-Bahn-Stammstrecke durch die Münchner Innenstadt ist nach einer Sperrung wegen Problemen mit einer Weiche wieder frei. Bis sich der Verkehr normalisiert habe, werde es aber noch etwas dauern, sagte ein Bahnsprecher am Dienstagnachmittag in München.

 

München – Mehrere Stunden lang herrschte am Dienstag in München mitten im Berufsverkehr S-Bahn-Chaos. Tausende Pendler waren betroffen, weil die Stammstrecke quer durch die Innenstadt zum Teil gesperrt werden musste. Der Grund: Ein Verschleißteil an einer Weiche, das beschädigt war und ausgetauscht werden musste. Erst gegen 14.30 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben, der Verkehr rollte an. Bis alles nach Fahrplan laufe, werde es aber noch einige Zeit dauern, sagte ein Bahnsprecher am Nachmittag.

 

Die Stammstrecke gilt als eine der meistbefahrenen Strecken Europas. Täglich verkehren hier rund 1000 Züge. Der Defekt an einer Weiche nahe der Hackerbrücke war in der Nacht bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden.

 

Es sei zu keiner Zeit etwas kaputt oder zerbrochen gewesen, sagte der Bahnsprecher. «Wir haben aus Sicherheitsgründen gehandelt.» Weil der Austausch aber sehr aufwendig war, war die Strecke für die meisten Züge gesperrt. Nur drei der sieben S-Bahn-Linien (S2, S3, S4) durften durchgehend auf der Stammstrecke verkehren, allerdings mit gedrosseltem Tempo.

 

Nächste Sperrung steht an:

 

Die nächste Sperrung droht bereits. Am Wochenende 21. und 22. Oktober soll der Verkehr auf der Stammstrecke eingestellt werden, allerdings planmäßig und mit Ersatzverkehr. In dieser Zeit sollen alle Gleise, Weichen und sonstigen Bahnanlagen untersucht und notfalls repariert werden. Die Bahn will diese Arbeiten auf zwei Wochenenden im Jahr konzentrieren.

 

Derzeit wird in der bayerischen Landeshauptstadt an einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke gearbeitet. Sie soll von 2026 an die Kapazitäten der chronisch überlasteten Hauptstrecke fast verdoppeln. Derzeit werden rund 840 000 Fahrgäste pro Tag befördert. Der Bau der zweiten Route ist derzeit das größte Verkehrsprojekt in Bayern. Die Kosten wurden mit 3,85 Milliarden Euro veranschlagt.
dpa

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