Münchnerin täuscht Bedrohung vor, © Münchnerin täuscht vor, dass sie bedroht wird und verständigt Polizei (Symbolfoto)

Münchnerin täuscht Überfall vor und verletzt sich selbst mit Hammer

Weil sie aus Garching weg ziehen wollte, ihr Mann aber nicht, täuschte eine 41-jährige Münchnerin vor, dass sie bedroht wird. Sie schlug sich mit einem Hammer auf den Kopf und verfasste selbst Drohbriefe. Damit wollte sie ihrem Mann zeigen, wie gefährlich es in Garching ist. Die Polizei ermittelt nun wegen Vortäuschung mehrerer Straftaten.

 

Ihr Wunsch aus Garching weg zu ziehen muss sehr groß gewesen sein. So groß, dass sie sich dafür sogar selbst verletzte. Am Mittwochmorgen, 03.03.2015 ging bei der Polizei ein Notruf ein. Eine Frau meldete sich, die behauptete, dass ihr ein unbekannter maskierter Täter im Kelleraufgang ihres Hauses begegnet sei. Er habe gesagt, dass es zu viele Ausländer und Asylanten in Garching gebe und ihr dann mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen. Dann habe er einen Revolver gezogen und sie aufgefordert, sich auszuziehen. Nachdem sie ihr Oberteil ausgezogen habe, sei er mit den Worten „Heil Hitler“ abgehauen. Als die Polizei eintraf, fanden die Beamten die Frau mit Verletzungen am Kopf und bewusstlos. Sie gab an, ihre Beine nicht mehr zu spüren, weswegen sie ins Krankenhaus gebracht wurde.

 

Drohbrief mit Hakenkreuz

 

Am 11.03.2015 fand der Ehemann der 41-Jährigen einen Drohbrief mit Hakenkreuz im Briefkasten. Der Verfasser forderte die Familie auf, dafür zu sorgen, dass alle Asylanten aus Garching verschwinden. Ein paar Tage später verständigte der Ehemann die Polizei, weil seine Frau ihm eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen hatte: „Er hat mich, er hat mich, er hat eine Waffe.“  Die Polizei leitete daraufin sofort die Suche mit Hubschrauber ein und fand die 41-Jährige in einem Wald nahe der Wohnung. Sie gab an, von einem älteren Mann angesprochen, angespuckt und bedroht worden zu sein. Außerdem übergab sie den Beamten einen weiteren Drohbrief.

 

Alles vorgetäuscht

 

Bei der Befragung durch die Beamten am 22.05.2015 gab die 41-Jährige zu, alle Taten vorgetäuscht zu haben. Sie gestand, sich selbst mit dem Hammer verletzt zu haben und sich vor den Beamten bewusstlos gestellt zu haben. Auch die Lähmung in den Beinen war nur vorgetäuscht. Diese Lüge hielt sie sogar für einige Tage im Krankenhaus durch. Auch die Drohbriefe an ihre eigene Familie hat sie selbst verfasst und in den Briefkasten geworfen. Der Grund für ihre Tat: Sie wollte nicht mehr in Garching leben und ihr Mann nahm ihren Wunsch nicht ernst. Wegen der Vortäuschung der Straftaten ermittelt die Polizei nun gegen die Münchnerin.